Ausstellung „Nonexistingflag 2.0“ im Atelierhaus Aachen eröffnet

Mehr als nur ein Hauch von künstlerischer Anarchie : Keine Existenz, keine Flagge, aber Kunst

„Nonexistingflag 2.0“ nennt sich die Ausstellung der „nonexistinggroup“ von 14 Künstlern aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland, die derzeit ihre Werke im Atelierhaus zeigen.

Mehr als Hauch von künstlerischer Anarchie leitet die Gruppe, die sich nur einmal monatlich meist zum Frühstücken trifft, an – Freiheit ist ihr höchstes Gut, jedes Individuum arbeitet in seinen eigenen Räumlichkeiten zu einem selbst gewählten Thema. Anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Gruppe, hissen die euregionalen Freigeister ihre nicht vorhandene Flagge und bekennen sich in tiefer Verbundenheit zu ihrer funktionierenden regellosen Zusammenarbeit, die nun zu einer bereits zweiten Ausstellung in Aachen führt und sich unter anderem mit dem Thema Identität beschäftigt.

Blau-weiß-rot geht es um die politische Lage in Frankreich, wo die Gelbwesten soziale Missstände anprangern. Verstreut liegen rote Plastikflaschen vor einer blau-weißen Stele und erinnern gleichermaßen an Streik wie an Fluten von Plastikmüll, der die Welt überschwemmt. Ein echtes Leopardenfell, gebunden an einen langen Ast, versteht sich als Flagge für alle Tiere, die in Not und Elend leben, weil sie keinen Schutz genießen. Doch diese Fahne weht nicht sichtbar im Wind, sie liegt auf dem Boden und erfüllt ihren Zweck nicht.

So unterschiedlich die Arbeiten der 14 Künstler auch sind, so sehr reflektieren sie doch einheitlich den Ernst der politischen Lage zwischen Umwelt- und Tierschutz, Nationalismus, Krieg und Frieden.

Zu sehen ist die besondere Schau noch bis zum 5. Mai im Depot, Talstraße 2. Die Öffnungszeiten des Hauses sind dienstags bis freitags von 10 bis 14 Uhr und samstags/sonntags von 12 bis 15 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Telefon 0241/874527.

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