Aachen: Außergewöhnliche Verkaufsaktion für Kunst beim Verein Kulturwerk

Aachen : Außergewöhnliche Verkaufsaktion für Kunst beim Verein Kulturwerk

Wie wäre es mit einem Bild von Karl Otto Götz? Oder lieber eine Radierung von Max Beckmann? Bei der neuen Ausstellung des Kulturwerkes unter dem Titel „Habe Kunst — Suche Sammler“, können Besucher erstmals die gezeigten Werke kaufen. Insgesamt 55 Kunstwerke warten auf einen neuen Besitzer.

Die Idee zu der ungewöhnlichen Aktion kam Vorstandsmitglied Thomas Kempen. Es ist das erste Mal, dass das Kulturwerk eine solche Ausstellung konzipiert, wie Angelika Jansen-Kempen, ebenfalls Vorstandsmitglied, betont: „Die gezeigten Werke sind allesamt im Besitz von Mitgliedern unseres Vereins. Was uns alle vereint ist die Tatsache, dass wir kunstaffin sind, aber dass jeder das ein oder andere Bild besitzt, welches einfach nicht mehr so richtig zur Geltung kommt oder nicht mehr gefällt. Aber da es viel zu schade ist, dass diese Arbeiten dann im Keller vergessen werden, kam uns die Idee zu eben dieser Ausstellung.“

Interessierte haben die Möglichkeit, ein Werk oder gleich mehrere Werke zu kaufen. Mitglieder des Kulturwerkes können sogar untereinander tauschen. 20 Prozent des Erlöses gehen an den Verein selbst. „Wenn die Aktion gut ankommt, können wir uns durchaus vorstellen, das Ganze zu wiederholen“, so Jansen-Kempen.

Den Besuchern bietet sich eine große Auswahl an Radierungen, Ölgemälden, Zeichnungen oder auch Holzschnitten. Ein besonderes Highlight sind neben den Arbeiten von Karl Otto Götz auch die Werke des 2005 verstorbenen Hubert Werden, der vor einigen Jahren sogar eine Einzelausstellung im Kulturwerk hatte. Überhaupt sind sich die Verantwortlichen sicher, dass sie mit dieser innovativen Aktion ein breites Publikum ansprechen und eventuell sogar neue Mitglieder gewinnen können.

„Aachen bietet künstlerisch eine Menge Potenzial und hier wohnen nicht wenige Kunstsammler. Ich bin mir sicher, dass das ein oder andere Kunstwerk einen neuen Besitzer finden wird und wir es vor einem tristen Dasein im Keller bewahren können. Und vielleicht entscheidet sich manch einer, selbst Teil des Kulturwerkes zu werden, was uns natürlich sehr freuen würde“, sagt Jansen-Kempen.