Aachen: Ausgewiesen: Belgier verdient Lebensunterhalt mit Schleusen

Aachen: Ausgewiesen: Belgier verdient Lebensunterhalt mit Schleusen

Das Amtsgericht Aachen hat einen Belgier wegen gewerbsmäßigen Schleusens zu 9 Monaten Haft verurteilt, die allerdings zur Bewährung ausgesetzt wurden. Nach dem Urteil wurde der Mann nach Belgien abgeschoben.

<

p class="text">

Der Mann war aufgefallen, als die Polizei am Mittowch auf der Bundesautobahn 4 einen aus den Niederlanden kommenden Kleinbus kontrollierte. Neben dem Fahrer waren noch sechs weitere Personen im Bus, darunter drei Männer aus Westafrika ohne Papiere.

Die drei Männer belasteten den 39-jährigen Mann aus Belgien in der Vernehmung. Er habe sie in Brüssel angesprochen und zugesagt, sie gegen Bezahlung nach Deutschland zu bringen.

Der Polizei ist der Mann kein Unbekannter: Schon 2014 wurde er drei Mal wegen Schleusungsverdacht in Aachen angezeigt. Er gab dann auch zu, seinen Lebensunterhalt mit dem Schleusen zu verdienen.

Weil der Mann geständig war, konnte das Verfahren beschleunigt werden. Seine Freiheitsstrafe von 9 Monaten wurde auf drei Jahre Bewährung ausgesetzt.

Die drei geschleusten Männer haben Asyl beantragt und wurden nach Dortmund in eine Aufnahmeeinrichtung gebracht.

(red/pol)
Mehr von Aachener Zeitung