Aachen: Ausbau geht im Eiltempo voran

Aachen: Ausbau geht im Eiltempo voran

„Habt viel Spaß und schöne Stunden hier, und auf dass das Haus von Unwettern und anderen Katastrophen verschont bleibt”: Mit diesen Worten weihte Zimmermann Hendrik Fehn den neuen Rohbau und Dachstuhl der Eurojugend in der Burtscheider Bendstraße offiziell ein.

Am 25. März fiel der Startschuss zu den Arbeiten, und gerade einmal drei Monate später wird bereits das erste Fest gefeiert. Die zusätzlichen 230 Quadratmeter sollen behindertengerecht sein und Platz für die vielen Besucher bieten.

Bis zu 200 Kinder und Jugendliche gehen pro Woche bei der Eurojugend ein und aus. Vorsitzender Benno Pauls hofft auf viele weitere Spenden: „In den letzten zwei Monaten haben wir schon 18.000 Euro gesammelt, aber es fehlen immer noch 85.000 Euro. Wir hoffen natürlich, dass wir das fehlende Geld auch noch zusammenbekommen.”

Der gesamte Umbau wird in etwa 500.000 Euro kosten, wobei 200.000 Euro vom Land kommen. Ein Behindertenaufzug, der garantiert, dass Kinder mir Handicap problemlos zu allen Räumen gelangen, soll ebenfalls gebaut werden. „Im Keller werden wir Kulissen für Theater und Musicalstücke bauen und eine behindertengerechte Toilette erstellen”, ging Pauls ins Detail.

Doch so schnell, wie die Arbeiten vorangegangen sind, muss das Tempo nun gezügelt werden. Viele Durchbrüche und die Anbindung an das vorhandene Areal sind Schritte, die Zeit brauchen. Die großen Räume sollen auch für Gruppenbesprechungen, Kooperationsprojekte und gemeinsame Kochabende genutzt werden. Eine größere Küche sowie eine gemütliche Lounge sind da von enormem Vorteil. Kinder zwischen sechs und 14 Jahren aus allen verschiedenen sozialen Schichten und Herkünften, treffen in der Eurojugend aufeinander. Die Kinder lernen hier nicht nur spielerisch neue Sachen, sie haben auch die Möglichkeit, ihre künstlerischen Fähigkeiten frei zu entfalten. Geschäftsführerin Susanne Kotulla betonte, dass man mit den Arbeiten sehr gut in der Zeit läge. Ende des Jahres könnte die Baumaßnahe fertig sein.

Als Dank für die bisher geleistete Arbeit überreichten die Kleinen jedem Bauarbeiter eine Blume. Diese freuten sich sehr über die nette Geste, und so spendeten zwei beteiligte Baufirmen noch gleich einen Scheck über 2800 Euro. Architekt Mick Wächter freute sich vor allem, dass in der Zeit keine Unfälle passiert seien.

Aktuell kümmern sich 30 Mitarbeiter bei der Eurojugend um das Wohl der Kinder, doch nach der Fertigstellung wird die Zahl um fünf weitere Mitarbeiter aufgestockt. Denn dann halten noch mehr Kinder die Betreuer ordentlich auf Trapp.