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Bauarbeiten gehen weiter: Aus der Lothringerstraße wird eine Fahrradstraße

Bauarbeiten gehen weiter : Aus der Lothringerstraße wird eine Fahrradstraße

Der Umbau der Lothringerstraße zwischen Wilhelm- und Harscampstraße zur Fahrradstraße und zum Premiumfußweg beginnt am kommenden Montag, 10. August. Damit beginnt eine zweite Bauphase auf diesem Teilstück der Lothringerstraße.

Die Stadt Aachen lässt die Straße in relativ kleinen Abschnitten umgestalten, damit die Anliegerinnen und Anlieger die Geschäfte, Wohnungen und das Berufskolleg während der Bauzeit jederzeit entweder über die Wilhelm- oder die Harscampstraße erreichen können. Zu Beginn der Arbeiten wird nach Mitteilung des städtischen Presseamtes der Verkehr in der Wilhelmstraße in Richtung Normaluhr nochmals einspurig an der Baustelle vorbeigeführt.

Wegen der engen Platzverhältnisse in der Baustelle könne die Durchfahrt von Radlerinnen und Radlern allerdings nicht erlaubt werden, Fahrräder müssen also geschoben werden. Alternativ ist für sie eine Umleitung über die Alfons- und Gottfriedstraße in beide Richtungen ausgeschildert.

Der Gehweg auf der nördlichen Straßenseite wird als Premiumfußweg auf 2,70 Meter verbreitert. Parallel zu diesem Gehweg sind 21 Parkplätze, sieben neue Bäume, acht Fahrradbügel und eine Aufenthaltszone mit Sitzbänken auf Höhe der Häuser 23/25 und 27 vorgesehen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite (Berufskolleg, Parkhaus) wird der Gehweg in Zukunft zwischen 2,30 und 2,70 Meter breit sein. Die Fahrbahn bekommt auf einer Breite von 4,50 Meter einen roten Belag. Damit will die Stadt die Fahrradstraße deutlich ausweisen.

Premiumfußwege sollen nach Auskunft des Presseamtes unter anderem durch breite Gehwege, gute Querungsstellen und viele Sitzgelegenheiten attraktive Verbindungen von der Innenstadt ins Grüne sein. Die Lothringerstraße ist Teil des Premiumfußwegs 3, der am Münsterplatz beginnt und in den Frankenberger Park führt. Außerdem ist sie ein zentraler Bestandteil der Rad-Vorrang-Routen nach Eilendorf und Brand.

Der Radverkehr soll vor allem über Fahrradstraßen und separate Radwege geführt werden. Die Umgestaltung weiterer Straßen, zum Beispiel der Bismarckstraße, wird später folgen. Die Rad-Vorrang-Routen werden auf ihrer ganzen Länge speziell gekennzeichnet. Punktuell müssen sie sich mit den Premiumfußwegen die Flächen teilen.

Für Aachen hat die Politik einen einheitlichen Gestaltungsstandard für Fahrradstraßen beschlossen. Die Fahrgasse einer Fahrradstraße soll idealerweise 4,50 Meter breit sein. Um zu vermeiden, dass Radlerinnen und Radler gegen Bordsteine oder sich öffnende Autotüren fahren, wird an den Rändern der Fahrtrasse beidseitig ein Breitstrich markiert. Das Fahrradstraßenlogo wird zudem groß auf die Fahrbahn aufgemalt, damit Autofahrer klar erkennen, dass der Radverkehr in dieser Straße Vorrang hat.

Mit der Annahme des Radentscheides im November 2019 kommt hinzu, dass alle Radverkehrsanlagen in Aachen flächendeckend in rot gestaltet werden sollen. Dies soll in der Fahrgasse der Lothringerstraße erstmalig auf gesamter Länge so umgesetzt werden, teilt das Presseamt mit.