Auktion beim Neuen Aachener Kunstverein

130 kreative Arbeiten mit Benefizcharakter : Kunst kommt unter den Hammer

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: Beim Neuen Aachener Kunstverein (NAK) kommen am Samstag, 15. Dezember, Gemälde, Skulpturen, Fotografien und vieles mehr unter den Hammer.

130 Kunstwerke werden bei der diesjährigen Benefiz-Auktion unter der Leitung von Prof. Henrik Hanstein vom Kölner Kunsthaus Lempertz versteigert. „So viele wie noch nie“, betont NAK-Direktor Maurice Funken. Darunter befinden sich sowohl Werke von renommierten Künstlern als auch von Neueinsteigern, die gerade erst die Kunstakademie verlassen haben. Der Kontrast zeigt sich auch bei den Preisen: Das teuerste Gemälde wird auf eine fünfstellige Summe geschätzt, hingegen die preiswertesten Auktionen starten bei einem Euro.

Über 100 Künstler beteiligen sich an der Benefiz-Auktion, die vor allem den Erhalt des Kunstvereins zum Ziel hat. „Wir sind nicht städtisch und müssen uns selbst um Gelder kümmern“, erklärt Funken. Die Auktion schaffe eine finanzielle Unterstützung für das nächste halbe Jahr. Im Normalfall machen NAK und Künstler halbe-halbe. „Manche spenden uns aber auch ihren Teil“, sagt Funken.

Besonders auffällig ist das Kunstwerk von Joachim Coucke, das inmitten eines Ausstellungsraumes von der Decke hängt. „Der belgische Künstler fügt in seinen Arbeiten gefundene Dinge zusammen“, erläutert der NAK-Direktor. In diesem Fall: Elektroschrott, verziert mit einer Gesichtsmaske. Aber auch das „Wallpiercing“ von Aline Bouvy sticht schnell ins Auge – ein übergroßes Metallpiercing, das scheinbar die Wand durchsticht.

Im letzten Jahr verlief die Auktion übrigens sehr erfolgreich, resümiert Funken. Werke im Gesamtwert von rund 90.000 Euro wurden ersteigert, 55.000 Euro flossen in die NAK-Kasse. Dass solche Geldsphären wieder erreicht werden, glaubt der Direktor des Kunstvereins zwar nicht, trotzdem ist er zuversichtlich: „Meist werden 70 bis 80 Prozent der Werke verkauft.“ Und bei 130 Objekten wäre das erneut eine stolze Summe.