Aachen: Augen und Herzen auch für heutige Kriegsopfer öffnen

Aachen: Augen und Herzen auch für heutige Kriegsopfer öffnen

„Der Friedensnobelpreis für Europa verpflichtet uns, Zeichen zu setzen, damit sich Krieg nicht wiederholt. Das sind wir auch den vielen in Kriegen gestorbenen Menschen schuldig.” Mit eindringlichen Worten gedachte Regierungspräsidentin Regina Walsken in Aachen anlässlich des Volkstrauertages der vielen Kriegsopfer.

Viele Bürger waren in die Aula Carolina gekommen, wo die jährliche Gedenkfeier des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge VDK und der Kreisverband Städteregion Aachen des Volksbundes stattfand. Mit musikalischen Beiträgen des Orchesters des St.-Ursula-Gymnasiums unter der Leitung von Christian Casleanu und der „Tempelsingers” gab es einen gelungenen Rahmen, ergänzt durch Rezitationen von Schülern des Kaiser-Karls-Gymnasiums.

Die Deutsche Kriegsgräberfürsorge unterhält rund 2,5 Millionen Kriegsgräber in 45 Ländern weltweit. „Diese sind als Mahnmale für den Frieden zu erhalten”, sagte Walsken. „Kriegsgräberstätten sind heute verstärkt Orte der Bildung für Jugendliche, die Krieg nie erlebt haben, aber den Frieden in Zukunft bewahren müssen.”

Einen Appell, Augen und Herzen zu öffnen für heutige Kriegs-Flüchtlinge, gab es im Gebet von Militärpfarrerin Sabine Reinhold, verbunden mit dem Wunsch, den Volkstrauertag nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. „Eingeführt zum Gedenken der Toten des 1. und 2. Weltkrieges, ist der Volkstrauertag heute auch ein Anlass, der heutigen Opfer an den vielen Kriegsschauplätzen weltweit zu gedenken”, sagte Städteregionsrat Helmut Etschenberg. „60 Jahre Frieden in Europa sollten uns dankbar machen und uns trotzdem die blutigen Auseinandersetzungen in Syrien, Afghanistan oder auch Israel nicht vergessen lassen.”

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