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Walheim: Auftakt 1. Bundesliga: Für die Hertha geht es um den Klassenerhalt

Walheim : Auftakt 1. Bundesliga: Für die Hertha geht es um den Klassenerhalt

Ab kommenden Samstag kämpfen die Judoka von Hertha Walheim — auch „Walheimer Schmiede“ genannt — das erste Mal nach vier Jahren Abstinenz wieder in der 1. Judo-Bundesliga.

In einem größeren Ligasystem mit neun Mannschaften werden die Walheimer vier Auswärts- und vier Heimkämpfe bestreiten. Den Auftakt macht das Team von Cheftrainer Patrick Haas in Leverkusen.

Beim Abschlusstraining fehlten noch einige Walheimer Athleten, die beim Auftakt in Leverkusen aber dabei sein werden. Unser Bild zeigt: Dominic Klein (hintere Reihe von links), Lars Entgens, Andreas Buscher, Matias Bermejo, Gereon Stahl, Trainer Patrick Haas. Sven Thelen (v.l.), Nikola Discher, Paul Jacobi, Arthur Westerkamp. Foto: Sigi Malinowski

Leverkusen stieg in der abgelaufenen Saison hinter der souveränen Hertha auf. Patrick Haas blickt voraus: „Wir konnten in der vergangenen Saison dort einen hohen Sieg einheimsen, allerdings ist Leverkusen nicht zu unterschätzen und immer ein gefährlicher Gegner.“ Dies begründet der Coach auch damit, „dass unsere Gastgeber einige gestandene Kämpfer in ihren Reihen aufweisen können“.

Junge Athleten aus der Region

Um dem entgegenzuwirken und für die gesamte Saison gut aufgestellt zu sein, hat sich das Team der Herthaner — der neu eingeschlagenen Linie folgend — mit jungen Athleten aus der Region verstärkt. Mit Silas Dell ( bis 60 kg) und Jonas Pütz (über 100 kg) rücken zwei Nachwuchsathleten aus der Städteregion in die Erste Mannschaft auf. Beide holten vor einigen Wochen Medaillen bei der Deutschen Meisterschaft der Junioren.

Haas ist sicher: „Jonas Pütz wird eine große Verstärkung für die offene Gewichtsklasse darstellen, in der in den vergangenen Jahren nur Jur Spijkers hervorstechen konnte“.

Aber auch Rückkehrer hat der neue Erstligist zu verzeichnen: Nils Becker (bis 60 kg) kehrt nach einem Jahr in Osnabrück zur „Schmiede“ zurück. Der Trainer schmunzelt: „Becker wird alle Hände voll zu tun haben, nachdem Marcel Leenings für diese Gewichtsklasse leider verletzungsbedingt ausfällt.“

Einen weiteren Kämpfer aus Osnabrück konnte Hertha ebenfalls für sich gewinnen — Felix Stöckel wird in der 66-Kilo-Gewichtsklasse für Stabilität sorgen, nachdem Erich Klinspon eine Gewichtsklasse aufrückt. Klinspon wird ab diesem Jahr bis 73 Kilo kämpfen — gemeinsam mit Bernhard Bolz aus Eschweiler.

Als ersten festen Neuzugang konnte man im vergangenen Jahr bereits Roman Pogreban verpflichten. Der junge Judoka aus Düsseldorf, der noch mit moldawischem Pass kämpft, wird ebenfalls in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm das Team verstärken.

Zwei neue Belgier stehen ebenfalls auf der Liste: Zachary Patris (bis 66 kg) kommt zusammen mit dem belgischen Meister Denis Caro (bis 73 kg) „auf Empfehlung unseres ehemaligen Kämpfers Damien Bomboir“, freut sich Haas. Neben dieser positiven Entwicklung musste Patrick Haas allerdings im Frühjahr zwei Schocknachrichten verdauen.

Baczak und Westerkamp verletzt

Max Baczak (bis 73 kg) und Max Westerkamp (bis 100 kg) haben sich beide bei den Kämpfen zur Deutschen Meisterschaft das Kreuz- sowie Innenband und Innenmeniskus gerissen und fallen somit für die gesamte Saison 2018 aus. Baczak und Westerkamp zählen zu den deutschen Top-Athleten in ihren Gewichtsklassen. Doch Erich Klinspon (bis 73 kg) und Lars Entgens (bis 100 kg) sind sich ihrer Aufgabe bewusst, „in der kommenden Saison diese Ausfälle aufzufangen“, sagt Patrick Haas im Brustton der Überzeugung.

Das ausgegebene Ziel des Trainers: „Das kann nur der Klassenerhalt sein!“ Doch auch in diesem Jahr soll eine enge Verzahnung zwischen der ersten und zweiten Mannschaft bestehen bleiben. So hofft man im Klub, dass in der laufenden Saison der eine oder andere Kämpfer sich den Weg in die Erste Mannschaft erarbeitet.