Aachen: Aufnahmezahlen: Jeder Vierte wechselt auf die Gesamtschule

Aachen: Aufnahmezahlen: Jeder Vierte wechselt auf die Gesamtschule

Bevor die nächsten Zeugnisse geschrieben sind, haben Politik und Verwaltung den alljährlichen Kampf mit der Arithmetik einmal mehr bewältigt — die Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen sind endgültig festgezurrt.

Und einmal mehr braucht es keine besonderen mathematischen Fähigkeiten, um zu erkennen: Das „System Gesamtschule“ baut seinen Status als Primus in Sachen Attraktivität für Pennäler und Eltern weiter aus. Allein 659 „Kandidaten“ hatten sich um die Aufnahme in die vier städtischen Einrichtungen beworben.

539 Kinder und damit 27 Prozent aller angehenden Sekundarschüler — 1992 sollen nach den Sommerferien die Schulbänke in den 5. Klassen insgesamt erstmals drücken — konnten einen Platz ergattern. 162 Zugänge verzeichnet dabei die Gesamtschule Brand in sechs Eingangsklassen, 161 werden in der Montessori-Gesamtschule auf ebenfalls sechs Klassen verteilt. In der 4. Gesamtschule werden 108 Fünftklässler in vier Zügen aufgenommen. Ebenso viele sind es an der Heinrich-Heine-Gesamtschule. Allerdings gab es dort zunächst lediglich 66 Anmeldungen, während in Brand nicht weniger als 61, an der 4. Gesamtschule sogar 83 und an der Montessori-Schule immerhin 18 Bewerbungen abgelehnt werden mussten.

Weiterhin steil nach unten zeigt die Kurve unterdessen bei den Haupt- und Realschulen. Erstere zählten zum neuen Schuljahr insgesamt nur 56 Anmeldungen, 76 waren es noch für das laufende. 92 Schüler werden im Ganzen nun aufgenommen, davon 40 in zwei Zügen in der Drimbornstraße, 31 in der Aretzstraße (ebenfalls zwei Züge) sowie 21 in Burtscheid.

153 Bewerber gegenüber 197 im Vorjahr, aber 209 Neuzugänge registrieren die drei Realschulen. Davon besuchen ab Herbst 98 Kinder die Luise-Hensel-Realschule (vier Klassen), 66 die Hugo-Junkers-Realschule (drei Klassen) und 45 die Alkuinschule (zwei Klassen).

Leicht rückläufig gestalten sich auch die Zahlen für die zwölf Gymnasien, an denen mit insgesamt 1152 Aufnahmen (bei zunächst 1212 Anmeldungen) allerdings immer noch knapp 58 Prozent der designierten Sekundarschüler einen Platz gefunden haben. Spitzenreiter bleibt das Inda mit 159 Debütanten (fünf Klassen) vor dem Couven (141, fünf Klassen) und dem Pius (122, vier Klassen). Für die Übrigen sehen die Zahlen der Neuzugänge wie folgt aus: Einhard-Gymnasium 113 (vier Klassen), Kaiser-Karls-Gymnasium 112 (vier), St. Leonhard 96 (vier), Viktoriaschule 90 (drei), Rhein-Maas-Gymnasium 88 (drei), St. Ursula 83 (drei), Geschwister-Scholl-Gymnasium 71 (drei), Anne-Frank-Gymnasium 60 (zwei), Amos Comenius Schule 17 (eine Klasse).

(mh)
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