Aachen: Aufforderung zum Tanz in neuen Bildern

Aachen: Aufforderung zum Tanz in neuen Bildern

Es ist die älteste Ausdrucksform der Welt. Worte sind dabei völlig unwichtig. Die Rede ist vom Tanz. Mimik, Gestik und Bewegung verleihen dem Körper Ausdruck und machen deutlich, dass Bewegungen ganz ohne sprachliche Mittel funktionieren.

Die Theaterschule Aachen zeigt unter dem Motto „Komm… und tanz mit mir“ Malereien der Künstlerin Birgit Warmuth, die vor allem von der 2009 verstorbenen Tänzerin Pina Bausch fasziniert ist: „Nach ihrem Tod habe ich die Bilder gemalt. Ich war einfach fasziniert von ihr und ihrer Art, sich zu bewegen. Der Ausdruck ist in meinen Bildern das zentrale Thema“, erzählt Warmuth, die in ihren Werken oftmals eine Spachteltechnik anwendet.

Dass ihre Bilder in der Theaterschule gezeigt werden, ist da nur eine logische Konsequenz, wie Ingeborg Meyer, Leiterin der Einrichtung, betont: „Tanz ist ein fester Bereich des Theaters. Er ist ein starkes Mittel, um ohne Worte die Atmosphäre zu verbildlichen. Außerdem hoffen wir, dass wir durch die Ausstellung den neuen Standort bekannter machen und interessierte Menschen für die Einrichtung begeistern können.“ Erst im Juni ist die Theaterschule in die Schleswigstraße 15 gezogen.

Für Birgit Warmuth sind vor allem die Porträts besonders interessant: „Man schaut in das Gesicht der Tänzerin, und ihr Gesichtsausdruck ist fesselnd. Ein Porträt gibt so viel preis, obwohl man gar nicht den ganzen Körper sieht.“ Dem kann sich auch Ingeborg Meyer nur anschließen: „Ein Drittel der Ausbildung zum Schauspieler ist die Tanzlehre. Das Zusammenspiel von Körperbeherrschung und Mimik ist da enorm wichtig.“

Damit sich die Besucher ein genaueres Bild über die Vielfältigkeit des Tanzes machen können, wird es bei der Vernissage eine Tanzperformance geben. Ob es sich dabei um Ballett, Jazz-Dance oder Hip Hop handelt, wird allerdings nicht verraten. Das Ganze solle eine Überraschung werden.

Der Titel „Komm… und tanz mit mir“ ist dementsprechend ganz bewusst gewählt, wie Hardy Kleid, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit an der Theaterschule, weiß: „Die Aussage stammt von Pina Bausch selbst. Sie fordert damit die anderen Menschen zum Tanzen auf, weshalb wir uns auch entschieden haben, diesen Titel für die aktuelle Ausstellung von Birgit Warmuth zu wählen.