Aachen: Auf der Suche nach dem Mörder

Aachen : Auf der Suche nach dem Mörder

Raphael Schildgen liebt Rätsel, Jessica Augustynski schreibt gerne. Zusammen haben sie nun eine Firma gegründet. Sie organisieren Krimi-Abende in Aachen - und schicken ihre Teilnehmer in eine mysteriöse Welt voller geheimer Machenschaften.

Wer ist der Mörder, womit hat der Täter den Mord begangen und warum? Das sind Fragen, die Besucher eines Krimi-Abends bei den Gründern von „Alias Events“ beantworten müssen.

Das Prinzip des „Running Mystery Events“ erinnert an „Rudi Rockt“: Angemeldet wird sich immer in Zweierteams. Die Suche des Mörders erstreckt sich über drei Kapitel, die an drei Schauplätzen stattfinden. Als Location dient jeweils die Wohnungs eines Teams — insgesamt kommen dort pro Kapitel drei Teams zusammen. Es geht bei „Alias“ also nicht nur um den Rätselspaß — die Teilnehmer lernen auch zwölf neue Menschen kennen.

Ende Mai haben Raphael und Jessica mit ihrer Idee Premiere gefeiert. Ihr erstes Rätsel spielte in den Goldenen Zwanzigern: Alles, was Spaß macht, ist verboten, die Mafia zieht im Untergrund ihre Strippen. Kein Wunder, dass ein Mord nicht lange auf sich warten lässt. Bis zu ihrem Debut haben Raphael und Jessica rund elf Monate an dem Projekt gearbeitet. Was sie sich anfangs so einfach vorgestellt haben, war am Ende „gar nicht so leicht“, gibt Raphael zu.

Damit das Spiel in der Praxis auch wirklich funktioniert, haben sie es vorab von Freunden testen lassen. Besonders beeindruckt habe sie dabei, „wie sehr die Leute in ihrer Rolle waren“, sagt er. Dadurch ergebe sich auch Freiraum für Spinnereien. Und dieses Ergebnis belohne die beiden für die Arbeitsstunden, die sie in ihre Gründung investiert haben. Rückblickend sind beide froh, den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt zu haben: „Wir haben auf jeden Fall viel gelernt“, sagt Jessica.

Wenn alles klappt, wie es sich die beiden Jungunternehmer vorstellen, kann schon bald der zweite Krimi starten. Dann soll der Mord in einer Irrenanstalt geschehen. Genaueres ist den Patientenakten zu entnehmen — und die sind bekanntlich „streng geheim“.