Aachen: Auf dem Markt rollt Automobilgeschichte vorbei

Aachen : Auf dem Markt rollt Automobilgeschichte vorbei

Es war die bereits 7. AKV Benefiz-Oldtimer-Rallye „The Race“ zu Gunsten der AKV-Sammlung Crous, die am Pfingstsamstag auf dem Markt zu Füßen des Eäzekomp über die Rampe rollte. Den Start zur Rallye gab pünktlich um zehn Uhr AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil durch senken der schwarz-weiß karierten Fahne frei.

Den Rallyeteilnehmern wünschte er eine spannende Fahrt mit einer gesunden Rückkehr und dankte allen ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz.

Mit Startnummer 1 eröffnete Franz-Rudolf Moos mit Tochter Mira Moos den Reigen in einem Chevrolet, Baujahr 1929. Insgesamt nahmen 116 Fahrerteams an der Rallye teil, die durch das Moderatoren-Duo informativ und exzellent begleitet wurde. Während Achim Krott auf die technischen Raffinessen und die Lebensgeschichte der Oldtimer hinwies und neugierig machte, verstand es AKV-Elferrat David Lulley charmant im Gespräch mit Fahrer und Beifahrer/in die Spannung in ihnen aufzulockern.

Fahrtleiter Bernhard Lutterbeck hatte eine Strecke von 150 Kilometern erarbeitet, die auch durch Belgien und die Niederlande führte und auf der es 15 Einzelprüfungen zu bestehen galt. „Die Rallye ist eine Herausforderung an die Teams, soll ihnen aber zeitgleich auch Spaß machen“, gab Dr. Pfeil den Teilnehmern mit auf den Weg.

Zu den prominenten Teilnehmern gehörten die Aachener CDU-Landtagsabgeordnete Ulla Thönissen, der AKV-Ordensritter und FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner, Ex-Prinz Axel II. Schwartz (2015) sowie der designierte Prinz Karneval Michael II. Kratzenberg. Die Zuschauer bildeten geschlossene Reihen entlang der Rampengitter, spendeten Applaus, wenn wieder ein „eleganter Jaguar auf der Piste schnurrte“ oder ein Wagen „grinste, weil er gewinnen werde“. Und natürlich saß bei Wolfgang und Christel Gieser auch wieder das Rallye-erfahrene Hündchen Paul mit im Wagen. Und unter all den edlen Oldtimern mit strahlend blinkenden Chromteilen, zum Beispiel von „Opa Schultheis“ poliertem Lack und klingenden Namen, wie: Austin Healey, Jaguar, Ferrari oder Chevrolet, behauptete sich auch und wurde staunend bewundert ein Wartburg 311 Camping (Baujahr 1964).

Zahlenmäßig waren Porsche am stärksten vertreten, sodass der Vorschlag kam, in Aachen einen „Porsche-Cup“ aufzubauen. Die Spannung der Fahrerteams war auch bei den Zuschauern zu spüren, die auf private Unterhaltung verzichteten, um ja nichts von der informativen Moderation oder der Faszination der automobilen Schönheit zu verpassen. „Diese Rallye ist eine gute Idee, auch um Geld für die Sammlung Crous aufzubringen“, sagt Dr. Hartmut Claus. Ihn selbst interessieren zwar mehr Autos mit moderner Technik. Doch als „rettender Vater“ hatte er seiner Tochter Simone und ihrem Beifahrer noch schnell die Stoppuhr gebracht, die sie vergessen hatten. „Es ist toll, dass die Menschen, die solche Autos haben, auch an den Rallyes teilnehmen, die zu organisieren eine Heidenarbeit macht“, so Werner Spelthahn.

Stadtrundfahrten mit dem Oldtimerbus der IG Marktviertel zu Gunsten der Nepalhilfe, eine Oldtimer-Traktorenschau, E-Bikes und Segways verkürzten auf dem Markt den Daheimgebliebenen die vierstündige Wartezeit bis zur Rückkehr. Die Jüngsten aber schlossen weitere Freundschaften mit dem AKV-Maskottchen Barki. Am Abend fand die Ehrung der besten Fahrerteams in der Aula Carolina statt.

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