Aachen: Auch Paul II. huldigt Karl dem Großen im Sessionsjahr 2014

Aachen: Auch Paul II. huldigt Karl dem Großen im Sessionsjahr 2014

Mit einem ersten dreifachen „Oche Alaaf!“ wurde der designierte Märchenprinz Paul II. Wilhelmi von der dicht gedrängten Presseschar gefeiert. Er nahm es strahlend, aber wie selbstverständlich entgegen, denn der Zehnjährige ist bereits ein gestandener Karnevalist.

Schon im Alter von vier Jahren trat er beim Kinderfest von Ex-Märchenprinz Max I. Prömpeler als Solist auf. Er kannte alle Lieder der CD von Max auswendig. Dadurch wurde AKiKa-Chef Wolfgang Radermacher auf ihn aufmerksam und fragte, ob er nicht im Kinderkarneval aktiv mitmachen wolle. Bereits in der folgenden Session begann Pauls jecke Karriere als Jäger, danach wurde er Noppeney, Schmied und Schängchen. In diesem Jahr nun folgte im Mai, kurz nach seiner Kinderkommunion, die große Überraschung. Radermacher fragte den völlig überraschten Paul, ob er 2014 Märchenprinz sein wolle.

Und ob er wollte. Seine Zwillingsschwester Marie erinnert sich noch genau an diesen Moment. „Zuerst war es erschreckend für ihn, denn es ist eine große Ehre. Doch dann kam Freude in ihm auf“, erklärt sie, sichtlich stolz auf ihren Bruder. Auch für sie wird es die vierte aktive Session im Kinderkarneval. 2011 hatte Marie als Ordensträgerin begonnen, war danach Fahnenträgerin und tanzt seit diesem Jahr in der Garde mit. Der Dritte im Bunde wird Brüderchen Leopold (6) sein, der seinen großen Bruder dann als Page begleitet. Die drei Geschwister sind mit dem Karnevalsvirus erblich belastet. Opa Alwin Napieralski ist als AKV-Beirat seit Jahren beim Wagenbau aktiv. Seine Tochter, Pauls Tante, war Tanzmarie der Prinzengarde. Und auch Pauls Eltern, Sandra und Dr. Arndt Wilhelmi, seines Zeichens AKV- und Oecher-Penn-Mitglied, feiern gern den Fastelovvend im Freundeskreis.

Am 19. Januar 2014 besteigt Paul II. als 62. Märchenprinz in der 64-jährigen Geschichte des Aachener Kinderkarnevals im Eurogress seinen Märchenthron. Er regiert unter dem Motto: „Vür Kenger fiere jeck än bonk met Karl öm singe Eäzekomp“. Das Motto rund um Aachens berühmtesten Brunnen trifft sich gut für den Schüler der GGS Laurensberg, ist er doch ein Fan von Karl dem Großen. „Ich sehe immer die Fernsehsendung Terramax, in der einer eine Zeitmaschine gebaut hat, mit der er Menschen aus der Vergangenheit in die Gegenwart holt. Einmal war es Karl der Große. Den Film haben wir mitgeschnitten“, erzählt Paul. Auch auf seinem beweglichen, von Guido Diefenthal kreierten Orden steht Kaiser Karl im Mittelpunkt: aufrecht, aber auch mit Handstand.

Paul ist Schüler der 4. Klasse. Seine Lieblingsfächer sind Musik und Rechnen. Seit vier Jahren ist er Feldspieler beim Fußballverein VFJ Laurensberg und seit einem Jahr auch aktiver Tennisspieler. Dennoch bleibt ihm Zeit genug, gemeinsam mit seinem besten Freund Kai (11) Bücher zu schmökern. Aktuell: „Harry Potter und der Stein der Weisen“ sowie „Das magische Baumhaus“. Zum siebenten Mal hat der Aachener Ordensmann Harry Ebert wieder 500 Pins gestiftet, deren Verkaufserlös dem AKiKa zu gute kommt.

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