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Vor dem Depot: Auch Aachen hat jetzt einen Platz der Kinderrechte

Vor dem Depot : Auch Aachen hat jetzt einen Platz der Kinderrechte

Was vor zwei Jahren zum 30. Jahrestag der UN-Kinderrechtekonvention als Idee beim Kinderschutzbund Aachen entstand, ist nun endlich Wirklichkeit geworden: Aachen hat einen Platz der Kinderrechte

Etwas ist anders an der Ecke Talstraße Aretzstraße. Vor dem alten Aseag-Depot war zwar schon immer ein begrünter kleiner Platz, aber hatte der einen Namen? Wer mitten auf dem Platz steht und den Blick leicht hebt, sieht neue blaue Straßenschilder – und weiß, dass sich letzteres nun geändert hat.

In anderen Städten gibt es ihn schon lange: Einen Platz der Kinderrechte. „Warum haben wir in Aachen noch keinen?“, fragt Luisa Hoffmann, die neue Leiterin des Kinderschutzbundes Aachen, ganz offen. Lange schon wünschen sie und viele andere Kinder- und Familienorganisationen in Aachen sich diesen Platz.

Das Stückchen freier Himmel vor dem Depot ist vielleicht nicht der größte, aber mit Sicherheit einer der besten Plätze für eine solche Benennung. „Im Umkreis gibt es viele Schulen und Kitas“, erzählt Doris Noteborn von der Kita Schikita, „generell leben viele Kinder in Aachen Nord, die hier zusammenkommen und sich austauschen.“
Noteborns Worte scheinen sich direkt in die Tat umsetzen zu wollen: Der Platz ist voller Kinder, die Transparente halten, Blumen in den Haaren tragen, Süßigkeiten naschen und ihre Eltern an den Händen halten. Die Einweihung des Platzes findet nämlich passend zum Thema am Weltkindertag statt. Die blauen Straßenschilder warten auch schon seit März darauf, eingeweiht zu werden.
Allerdings sollen die Kinder den Platz nicht nur mit Leben füllen, sondern ihn auch mitgestalten, ihre eigenen Ideen einbringen. So zumindest sei der Plan, sagt Luisa Hoffmann. Ein paar Straßen weiter vom Platz der Kinderrechte liegt der sogenannte Rehmplatz.

Es ist ein hübscher Platz, der neben Picknickbänken und Wasserspielen auch in den Boden eingelassene kleine Trampoline und ein riesiges Hamsterrad besitzt, in dem man als Kind bequem aufrecht laufen kann.

Man sieht, dass der Rehmplatz nicht von Erwachsenen allein gestaltet wurde. So ähnlich, nur in kleinerer Form, könnte es auch für den Platz der Kinderrechte laufen.
Hinter dem Platz liegt das Depot. Dort gibt es unter anderem das Stadtteilbüro für Aachen Nord, das Jugendzentrum und eine Sammelstelle für Sachspenden für Geflüchtete. Wichtige Kinder- Jugend- und Familienarbeit wird dort also schon lange geleistet.

Beim Einweihungsfest verschmelzen das Depot und sein Vorplatz regelrecht: Draußen werden Ansprachen der mitwirkenden Verbände gehalten, ein Tuch wird vom Straßenschild gezogen, Ballons steigen gelassen, drinnen werden Snacks verteilt, Kinder geschminkt und es gibt kleine Aufführungen und Gewinnspiele. Der „Platz der Kinderrechte“ als auch der Weltkindertag werden gebührend gefeiert!