Aachen: Asymmetrisch und doch extrem funktional

Aachen: Asymmetrisch und doch extrem funktional

Die asymmetrische Gestaltung des Daches ist gewiss das augenfälligste Merkmal der neuen Tribüne - die Integration des Baukörpers ins bestehende Dressurstadion wahrscheinlich das nachhaltigste. Zwei Aspekte einer Baumaßnahme, mit der der Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) die kontinuierliche Entwicklung seines Geländes vorantreibt.

Die Erweiterung des Dressurstadions durch die leicht avantgardistische Osttribüne bedeutet einen wichtigen Schritt in dieser Entwicklung. Am Donnerstagmorgen wurde die Baumaßnahme den Medien vorgestellt.

Drei Millionen Euro investiert der ALRV, Geld das ziemlich risikolos investiert wird, denn der Bedarf an Plätzen für die Dressurwettbewerbe ist in den vergangenen Jahren enorm gewachsen. Für den CHIO 2014 sind bereits zahlreiche Tickets verkauft. Da passt es wunderbar, dass der ALRV-Vorstandsvorsitzende Frank Kemperman über 1200 neue Plätze mehr verfügen kann. Die Zielvorgabe ist, dass die neue Tribüne zum 15. Mai 2014, spätestens aber zum Start des CHIO komplett fertig ist.

Die Dressurfreunde können sich offensichtlich auf eine einfallsreiche, komfortable und funktionale Tribüne freuen. Architekt Gerhard Wittfeld von „kadawittfeldarchitektur“ präsentierte jedenfalls einen Entwurf, mit dessen Verwirklichung am Montag begonnen wird, und der viele Möglichkeiten bietet: „Das Dach überragt den vordersten Sitz um acht Meter, so dass ein optimaler Wetterschutz geboten wird.

Von der großen Freitreppe aus können die Zuschauer zudem Tiere und Reiter vom Einreiteplatz auf ihrem Weg ins Stadion beobachten“, beschreibt Wittfeld einige Merkmale des Neubaus. Die Zuschauer sitzen zudem erhöht über einer Galerie, durch die man auch zu Fuß die anderen Tribünen des Stadions erreichen kann.

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