Aachen: Artconnection: Was gekauft ist, ist direkt weg

Aachen: Artconnection: Was gekauft ist, ist direkt weg

Von Aquarellen und Ölbildern über Fotocollagen und Keramikmontagen bis hin zu Cartoon- und Street Art-Anleihen — in der Aula Carolina gab es am vergangenen Wochenende Kunst für jeden Geschmack. Bereits zur Eröffnung der Artconnection am Freitagabend war die Aula gut gefüllt.

Kein Wunder, denn auf dem Kunstmarkt galt die Devise: Was gekauft ist, ist weg.

Das bereits in Köln erprobte Konzept der Artconnection ist einfach und fair: jeder der 40 Künstler hat genau einen Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung, auf dem bis zu neun Stücke gezeigt werden dürfen. Wird ein Werk verkauft, darf der Käufer es sofort mitnehmen und der Künstler kann auf dem freigewordenen Platz nachlegen.

Der Clou: für alle Kunstwerke gilt der gleiche Festpreis. Davon gehen zwei Drittel direkt an den Künstler — und ein Drittel an das Kinder- und Jugendhilfezentrum Maria im Tann. Die Einrichtung hat in diesem Jahr den „Aachen Sozial“ Preis erhalten und kümmert sich neben dem regulären Kinder- und Jugendprogramm aktuell auch um viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Einen niederschwelligen Zugang zur Kunst, das ist eines der Ziele, die der Veranstalter Later is now bei allen Projekten verfolgt — zu diesen gehören auch die inzwischen fünf Kunstautomaten auf dem Aachener Stadtgebiet. Einen einfachen Zugang zur Artconnection erhielten einerseits die Besucher, für die der Eintritt zur Ausstellung frei war, und andererseits auch die Künstler: über ein Online-Bewerbungsverfahren und die anschließende Beurteilung einer Jury wurden aus über doppelt so vielen Bewerber die 40 ausstellenden Künstler ausgewählt.

Nikos Geropanagiotis von Later is now hat das Konzept der Artconnection nach Aachen gebracht: „Natürlich entsteht durch diese Form des Kunstmarktes eine große Kompetitivität, der sich nicht jeder Künstler aussetzen will.“ Allerdings sei das System auch sehr gerecht: neue, junge Kunstschaffende erhielten die Chance, ihre Werke im großen Rahmen auszustellen und zu einem fairen Preis zu verkaufen. Zugleich könne bei den festgelegten 210 Euro pro Stück ein Kenner einen regelrechten „Schnapper“ beim Werk eines etablierten Künstlers machen.

Internationales Flair

Viele Künstler kamen aus Aachen oder der Region: Der 22-jährige Student Lukas Moll zeigte Porträtzeichnungen und von Barbara Geier gab es auf ihren eigenen Texten basierende kalligraphisch-malerische Arbeiten zu sehen. Die Künstlerschaft der Artconnection war jedoch nicht nur was Stil und Bekanntheitsgrad angeht vielseitig, sie stammte darüber hinaus auch aus ganz Europa: Neben Künstlern aus Belgien, den Niederlanden und Frankreich erfreuten sich auch die Stücke der Griechin Angelika Vaxevanidou großer Beliebtheit.