Arminia Eilendorf feiert 100-jähriges Jubiläum

Feierstunde im Pfarrheim St. Apollonia : „Dieser Verein lebt Familie vor“

Auf das 100-jährige Bestehen darf die Arminia aus Eilendorf wahrlich stolz sein. Und deshalb wurde das Jubiläum am Sonntag im Pfarrheim St. Apollonia auch gebührend gefeiert.

Auf Beschluss der Katholischen Jünglingskongregation wurde am 15. Juli 1919 eine Sportabteilung gegründet, die später der Namen Armina erhielt. Männer der ersten Stunde waren Peter Müller und Hubert Fuchs, die an der Spitze der neuen Vereinsführung standen. Als erster Sportplatz diente eine Wiese, die sich an der Straßenbahnhaltestelle Karlstraße befand.

Am Sonntag nun feierte die DJK Arminia Eilendorf ihr 100-jähriges Bestehen. Arminia-Boss Johannes Kaußen, seit sechs Jahren an der Spitze, begrüßte illustre Gäste, darunter auch das älteste Mitglied des Vereins, Adam Kloubert, der im September die 100 erreicht. Reden, Musik, Interviews bestimmten rund vier Stunden lang das Geschehen.

100 Jahre DJK Arminia Eilendorf stehen für 100 Jahre Sport, 100 Jahre Vereinsleben, 100 Jahre ehrenamtliches Engagement bei einem der größten Sportvereine im Aachener Raum mit rund 700 Mitgliedern. Nachdem der Instrumentalverein Eilendorf die Feierstunde eröffnet hatte, richtete Vorsitzender Johannes Kaußen herzliche Worte an die Gäste, an der Spitze Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler sowie die beiden Ehrenvorsitzenden Leo Frings und Kurt Dahmen.

Peter Leuchter leitete als Moderator das weitere Programm. Den Anfang machte er mit Eilendorfs Bezirksbürgermeisterin Eschweiler. Die bekannte, früher mit Fußball nie etwas am Hut gehabt zu haben. Ihr Opa war Fan des SV Eilendorf. „Mit 15 Jahren wurde ich Mitglied bei der Arminia, und das bin ich bis heute“, verriet sie. Mit diesem großen Jubelfest setze die Arminia einen bedeutenden Meilenstein in der Vereinsgeschichte. „Sie geben uns weiterhin Impulse für den Sport, auch weit über die Stadtbezirksgrenzen hinaus.“ So lasse es sich hervorragend und zuversichtlich ins nächste Jahrhundert starten.

Joachim Hofer, Vorsitzender DJK-Verband Aachen, betonte anschließend: „Unsere Sportler setzen sich dafür ein, damit das Menschliche wieder zählt.“ Hofer verurteilte Drogen und Aufputschmittel und sagte, man setzte gezielt auf sachgerechten Sport. Scharf ging er mit den bekannt gewordenen Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche ins Gericht: „Wir brauchen Aufklärung, es muss Verfahren geben, denn es hat auch etwas mit Demokratie zu tun“, so Hofer. Missbrauchsfälle seien Straftaten, die es zu verfolgen gelte.

An die Adresse des Geburtstagkindes sagte er: „Dieser Verein lebt Familie vor, da kann ein Mensch wachsen und stark werden.“ Gerade die Arminia stehe zu den Grundsätzen und Zielen der DJK-Sportgemeinschaften, die da lauten: Sachgerechter Sport, Gemeinschaft erleben, Orientierung am christlichen Menschenbild.

Nicht mit leeren Händen war Alfred Vianden, Präsident des Fußballverbandes Mittelrhein, gekommen. Er überbrachte dem Verein die Plakette zum 100-Jährigen und ein Geldgeschenk.

Den Abschluss bildeten die Interviews mit dem langjährigen Mitglied Heinz Pauquet aus Lehrte sowie mit den beiden Ehrenvorsitzenden Leo Frings und Kurt Dahmen. Große Beachtung fand die laufende Bildergalerie, erstellt von Eckhard Reckers. Für Abwechslung sorgten musikalische Beiträge des Instrumentalvereins Eilendorf.

Mehr von Aachener Zeitung