Aachen: Arkaden ringen um Mieter und Kunden

Aachen: Arkaden ringen um Mieter und Kunden

Nachdem eine Handvoll Mieter des besucherschwachen Einkaufscenters Aachen-Arkaden ihre Ladenlokale neun Monate nach der Eröffnung wieder dicht gemacht hat, setzt der Neusser Betreiber TCN mit seiner „Aachen Arkaden Real Estate GmbH & Co. KG” jetzt auf ein unternehmensfremdes Center-Management.

Fritz von Schmieden, Center-Manager in Diensten der Frankfurter EPM Assetis GmbH, hat bereits sein Büro in Rothe Erde bezogen. „Die Arkaden zeigen einige konzeptionelle Schwächen - etwa beim Vermietungsstatus, der Zugänglichkeit für Kunden und der Außenwahrnehmung”, sagt von Schmieden.

Man erarbeite jetzt ein neues Konzept für den Investor TCN. „Es gibt eine Menge Optimierungspotenzial.”

Noch im April hatte TCN den Leerstand auf 20 Prozent der 21.000 Quadratmeter großen Handelsfläche beziffert. Die Gesamtfläche beträgt 26.000 Quadratmeter.

Im Herbst soll das Gesundheitsamt der Städteregion mit rund 80 Mitarbeitern 3500 Quadratmeter Bürofläche im Turm der Arkaden übernehmen.

Weiterhin strebt man eine Zusammenarbeit mit dem Stadtteilbüro Aachen-Ost an und möchte mehr Publikum mit Sonderaktionen und Veranstaltungen ins Einkaufscenter locken.

TCN hatte die durchschnittliche Besucherzahl in den Arkaden für Werktage mit 6000 und zum Wochenende mit 9000 Kunden angegeben, wie der neue Center-Manager von Schmieden erklärt.

Die Besucherzahlen werden allerdings in dieser Höhe von einigen Mietern in den Arkaden erheblich angezweifelt. Auch das Parkhaus mit 850 kostenpflichtigen Stellplätzen stehe weitgehend leer, hieß es.

EPM Assetis, ein Unternehmen der Bilfinger Berger Facility Services GmbH, gibt seinen Jahresumsatz als „einer der größten Immobiliendienstleister Deutschlands” mit mehr als 18 Milliarden Euro an. In Deutschland betreue man 31 Shoppingcenter.

Für die Aachen-Arkaden stehe jetzt unter der Federführung von EPM Assetis ein Neuanfang. „Es ist keineswegs hoffnungslos; und auch die Architektur ist einigermaßen gelungen”, erklärte er. Jetzt müsse allerdings in ein Optimierungskonzept investiert werden.

Mehr von Aachener Zeitung