Aachen: Architekten setzten Akzente um Moschee

Aachen: Architekten setzten Akzente um Moschee

Gisela Nacken gibt die Richtung vor: „Wir wollen, dass der Bereich um die neue Moschee einen echten Akzent in Sachen Wohnbebauung erhält.” Dabei geht um das Areal an der Stolberger Straße/Elsassstraße zwischen Hauptfeuerwache und Geschwister-Scholl-Gymnasium, wo in einem Wohnpark 130 Mieteinheiten entstehen sollen.

Gemeinsam mit den anderen Jury-Mitgliedern präsentierte die städtische Dezernentin die prämierten Entwürfe, die jetzt mit den 21 weiteren eingereichten Vorschlägen bis zum 16. April in den Aachen-Arkaden an der Trierer Straße für die Öffentlichkeit zu sehen sind.

Kein erster Platz

Kleines Kuriosum am Rande: Einen Erstplatzierten benannte die Jury nicht, so erhalten die Entwürfe der Büros Heinrich Wörner Ramsfjell (Dortmund) und PFP Architekten (Hamburg) den zweiten beziehungsweise dritten Preis - dotiert mit 22.000 und 17.000 Euro.

„Tatsache ist, dass bei beiden Vorschlägen noch Luft nach oben besteht. Wir werden uns zusammensetzen und die Entwicklung bis zum Sommer vorantreiben”, versprach Hartmut Welters.

Gemeinsam mit Norbert Post ist der Dortmunder Stadtplaner für die Koordination zuständig. „Bei der Auswahl haben wir sowohl Wert auf den Aspekt Energieeffizienz als auch auf eine dem Viertel angemessene Bauweise und Wirtschaftlichkeit gelegt”, erklärte Welters. Nicht zuletzt sollen

Grünflächen und Parkmöglichkeiten unter der Wohnbebauung entstehen. Für den Wohnpark werden einige alte Häuser im Bereich Stolberger Straße/Elsassstraße weichen müssen.

Während der Bauzeit wird die Gewoge, die den Wettbewerb gemeinsam mit der Stadt Aachen ausgelobt hatte, den Bewohnern Ersatzunterkünfte anbieten.

Diese sollen sich etwa im Rehmviertel befinden. Zeitnah werde es eine Mieterversammlung und persönliche Gespräche „mit jedem betroffenen Anwohner” geben, wie Joachim Weniger, Abteilungsleiter „Technisches Management” bei der Gewoge, betonte.