Aachen: „Archimedischer Sandkasten“ lockt nicht nur den Nachwuchs zum Katschhof

Aachen: „Archimedischer Sandkasten“ lockt nicht nur den Nachwuchs zum Katschhof

Für Silas hätte der Start ins Wochenende nicht besser beginnen können. Der Fünfjährige baut am Samstagmorgen eine kleine Sandburg inmitten historischer Kulisse. Mit vielen anderen Kindern spielt und tobt er im „archimedischen Sandkasten“ auf dem Katschhof.

Die 320 Quadratmeter große Fläche lädt noch bis zum 20. August Kinder ein, aus 140 Tonnen Sand Burgen oder andere schöne Dinge zu erschaffen. Aber nicht nur für die kleinen Bauingenieure und Architekten bietet der Sandkasten jede Menge spannende Herausforderungen. Auch Erwachsene haben die Möglichkeit, Figuren zu modellieren oder technisch-künstlerische Installationen zu schaffen. Die Jüngsten machen‘s allemal vor: Im Rahmen der städtischen Ferienspiele der Bleiberger Fabrik bauen Kinder und Jugendliche beispielsweise eine riesige Skulptur aus Dachlatten, die vom Sandkasten aus den Katschhof erobern sollen.

Jeder kann mitmachen

Beim Bau kann jeder mitmachen. Wer lieber zuschauen möchte, kann sich in „Future-Lab“-Liegestühlen entspannen — nicht nur am Elisengarten also ist perfekte Entspannung die Losung dieses Ferienwochenendes (siehe Bericht unten).

Diese Variante bevorzugt auch Silas Mutter Melanie. „Als wir von der Aktion erfuhren, waren wir sofort begeistert. Der Ort ist wirklich super, denn er liegt mitten in der Innenstadt und ist richtig groß. Hier kann man schon viel Zeit verbringen“, sagt sie und blickt zu ihrem Sohn, der auf einem der Spielzeugbagger sitzt und mit Hingabe an seiner Burg baut.

Nur wenige Meter weiter bespricht eine Gruppe junger Männer das weitere Vorgehen im Sandkasten. Angesichts der Konversation, die sie führen, kann man fast meinen, es handelte sich um Ingenieure oder Architekten. Doch weit gefehlt. Die Familienväter nutzten schlicht die Gelegenheit, gemeinsam mit ihrem Nachwuchs „Figuren mit Substanz“ zu erschaffen. „Das Projekt ist super, denn es werden nicht nur eigene Kindheitserinnerungen wach, wir können auch gemeinsam mit unseren Jungs Dinge bauen. Da wird auch das Kind im Manne wieder wach“, erzählt Jonas. „Heute würden wir gern eine richtige Wohnlandschaft aus Sand bauen. Zeit haben wir genug, denn unsere Freundinnen sind in der Stadt unterwegs“, schmunzelt er.

Und so tüftelt die Männertruppe hoch motiviert an dem „archimedischen Sandkasten“. Wer bei der Aktion mehr Spaß hatte — Väter oder Kinder — bleibt also ungewiss. Fest steht aber, dass das Buddelparadies auch in den kommenden Wochen Jung und Alt anlockt, inmitten historischer Kulisse zu graben, zu buddeln und zu konstruieren. Oder einfach nur zu entspannen. Der Eintritt ist frei.

Der „archimedische Sandkasten“ lockt noch bis zum 20. August täglich von 9 bis 10 Uhr auf den Katschhof.

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