Arbeit der „Klinik-Clowns Aachen“ dokumentiert

Ausstellung über „Klinik-Clowns Aachen“ : Humor als geeignete Medizin

Mit einem Aufenthalt im Krankenhaus ist nicht zu scherzen. Oder doch? Seit nunmehr zehn Jahren besuchen die „Klinik-Clowns“ in Aachen Krankenstationen und Pflegeeinrichtungen, um Trost und Heiterkeit zu vermitteln.

Jetzt eröffnete Dr. Christian Burmester, stellvertretender Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Aachen, in der Filiale am Münsterplatz eine Fotoausstellung der „Klinik-Clowns“. Bis zum 25. Januar können Besucher sich dort über das Projekt informieren und zig Eindrücke clownischer Komik und lächelnder Patienten sammeln.

Angefangen in der Kinderklinik des Uniklinikums RWTH Aachen, statten die „Klinik-Clowns“ inzwischen auch dem Haus Cadenbach – dem Seniorenzentrum des Luisenhospitals – regelmäßig einen Besuch ab. Zweimal pro Woche machen sich die sieben Clowns auf den Weg zu den beiden Einrichtungen, um den dortigen Aufenthalt mit viel Fantasie und einfühlsamer Improvisation zu erleichtern. Im Uniklinikum werden rund 80 Kinder in der Schulkind- und Herzstation von einem Duo bespaßt – jede Woche.

„Wir singen, wir tanzen, und wenn es sein muss, weinen wir auch“, erklärt Clownin Vilma. Mit roter Nase, bunter Schleife und schrägem Outfit klopft sie an den Zimmertüren der jungen Patienten. „Ich versuche, die Kinder für einige Minute aus dem Krankenhaus-Alltag herauszuheben“, sagt Vilma. Dafür braucht es nicht mehr als die üblichen „Werkzeuge“ eines Clowns: zum Beispiel Pantomime, Seifenblasen oder Jonglierbälle. Sind nur wenige Kinder auf der Station, nutzen die Clowns die übrige Zeit und stapfen munter durch das Gebäude.

Die Fotoausstellung in der Sparkassenzentrale am Münsterplatz zeigt eindrucksvoll, wie erkrankte Kinder begeistert kichern, Senioren ausgelassen lachen oder auch Ärzte von der guten Laune angesteckt werden. So ganz ohne Hintergedanken stellen die Klinik-Clowns ihre Albereien jedoch nicht vor. Denn: Auch Clowns müssen bezahlt werden. „Wir sind auf Spenden angewiesen“, betont der Vorstandsvorsitzende Uli Opdenberg. Rund 35.000 Euro kostet das Projekt jährlich.

Dabei wird die Nachfrage nach den gutgelaunten Faxenmachern keineswegs weniger. „Um mehr Kinder bespielen zu können, bräuchten wir aber mehr Mittel“, erläutert Opdenberg. Damit künftig noch mehr erkrankte Jungen und Mädchen für einen Augenblick den unschönen Aufenthalt sowie die triste Umgebung vergessen können. Schon seit Jahrzehnten gilt bekanntlich: Lachen ist gesund.