Aachen: Aquis Plaza: Viele exklusive Signets an rund 1000 Türen

Aachen: Aquis Plaza: Viele exklusive Signets an rund 1000 Türen

Endspurt für das Aquis Plaza: Das neue Shopping-Center in Aachen wird am 28. Oktober 2015 um 8 Uhr seine Türen öffnen. Das hat das Management am Donnerstag bekanntgegeben. Etwa 85 Prozent der gut 29.000 Quadratmeter Verkaufsfläche seien demnach mittlerweile vermietet.

Die Galerie-Experten von der Alster wären schlechte Marketingstrategen, wenn sie keinen Sinn hätten für die rechte Dramaturgie — bevor die ganz große Premiere auf 29.200 Quadratmetern gefeiert werden kann. Eine gute halbe Stunde bombardierten die Vertreter der Hamburger Investment- und Betreibergesellschaft ECE die versammelte Presse am Donnerstag also erst einmal mit allerhand exklusiven Marken- und Firmennamen. Deren Signets werden in Kürze die neue Glitzerwelt am Kaiserplatz (und damit erstmals den Einkaufsstandort Aachen) bereichern. Klar. Allein rund 1000 Türen stehen dafür zur Verfügung...

Bestens im Plan: Auch Centermanagerin Kathrin Landsmann hat vor der Eröffnung am 28. Oktober längst reichlich Arbeit.

Dann ließ Centermanagerin Kathrin Landsmann die Katze aus dem Sack. Mittwoch, 28. Oktober: Den Termin darf sich eine kleine Heerschar von Honoratioren nebst ungezählten Shopping-Fans jetzt ziemlich fett im Kalender anstreichen. Punkt 8 Uhr soll der Startschuss zur Eröffnung von 130 Fachgeschäften sowie einem runden Dutzend Restaurants und Cafés im Aquis Plaza fallen.

„Der Innenausbau der Galerie läuft auf Hochtouren, wir sind bestens im Plan“, frohlockte Mike Mines, Technischer Leiter des 290-Millionen-Projekts zwischen St. Adalbert und Kugelbrunnen. Mit nicht weniger als 90 Prozent der Mieter sind die Verträge laut Landsmann bereits unter Dach und Fach. Ende Juni sollen die ersten Ankermieter mit der individuellen Ausgestaltung ihrer Verkaufsflächen beginnen. Der Elektronikriese Saturn, der sich einen beträchtlichen (und doppelstöckigen) Teil von rund 4000 Quadratmetern aus dem gigantischen Kuchen in Sachen Konsumtempel reserviert hat, sitzt gleich nebenan also schon fast auf gepackten Koffern.

Neben einem Rewe- und einem dm-Markt gehören prominente Anbieter aus dem Textil- und Sportsektor wie Reserved, TK Maxx und Sport Scheck zu den wichtigsten Adressen in der riesigen Mall. Erstmals überhaupt erobert das belgische Familienunternehmen Veritas den deutschen Markt mit einem umfänglichen Sortiment an Accessoires, Deko- und Bastelbedarf auf rund 500 Quadratmetern. „70 Prozent der Mieter bieten Konzepte, die bislang in der Stadt noch nicht vertreten sind“, erklärte Landsmann. Dazu zählen mehr oder minder prominente Namen wie Thomas Sabo, Olymp, Fynch Hatton, Levi‘s, G-Star, JD Sports, Vero Moda, Jack & Jones oder Only.

Mit völlig neuen Perspektiven für die shoppenden und schlemmenden Scharen kann der kolossale Komplex allemal auch in architektonischer Hinsicht aufwarten, wie ein Rundgang zwischen tonnenschweren Gerüsten und kilometerlangen Kabeln einmal mehr zeigte. Knapp sieben Monate nach dem Richtfest ist der sogenannte Trockenausbau in vollem Gang, Schlosser und Elektriker sorgen für Energie und Klimatisierung.

Sobald man die erste der zwölf fertig installierten Rolltreppen vom Entree an der Ecke Stift-straße/Beeckstraße hinter sich gelassen hat, blickt man durch eine imposante Glasfront auf den Turm von St. Adalbert. Direkt dahinter entsteht ein geräumiger Balkon-Bereich, der den „Foodcourt“ mit einem Dutzend Restaurants, Cafés und Bistros komplettiert.

520 Sitzplätze laden dort zum „Chillen“ und Speisen, zwölf verschiedene „Konzepte“, vertreten durch neue Anbieter wie Ciao Bella, Chutney, Immergrün, Asia Deluxe und Asia Hung sowie drei lokale Lokalbetreiber, sollen dort zum Verweilen locken. Im Erdgeschoss werden vier weitere große Gastronomieflächen geschaffen, welche auch über die Öffnungszeiten der Galerie (montags bis samstags 9.30 bis 20 Uhr) hinaus geöffnet und von der Fußgängerzone aus direkt erreichbar sein werden.

700 neue Arbeitsplätze erwartet

Letzteres gilt selbstverständlich auch für 32 Wohnungen, die auf den oberen Etagen im unmittelbar benachbarten Geschäftshaus des Centers entstehen. Die Ein- bis Vier-Zimmer-Einheiten mit Blick Richtung Kugelbrunnen beziehungsweise Harscampstraße grenzen allesamt an eine begrünte Dachterrasse, deren Nutzung den Mietern vorbehalten bleibt, erklärte Landsmann. Die Vermarktung der Immobilien soll übrigens erst nach der großen Eröffnung starten.

So soll das Projekt Aquiz Plaza, wenn auch die letzten Träume von ECE und seinem Partner, dem Kölner Investor Strabag, reifen, nicht zuletzt als starker Jobmotor in die Stadtgeschichte eingehen. 700 Arbeitsplätze sollen mit der Mall an der Adalbertstraße geschaffen werden. Zurzeit sind über 400 Handwerker auf der Baustelle im Einsatz. In der Endphase ab Sommer sollen es bis zu 1000 sein. Und: „Wir werden alles dafür tun, dass die Menschen vom Haupteingang am Kugelbrunnen gern weiterschlendern“, versprach Kathrin Landsmann. „Auch in die Verschönerung der Unteren Adalbertstraße wollen wir investieren.“

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