Aachen: Anti-Terror-Poller an vier Stellen der Aachener Innenstadt

Aachen: Anti-Terror-Poller an vier Stellen der Aachener Innenstadt

Jetzt soll es flott gehen. Ende August hatten Vertreter der Stadt und der Polizei zusammengesessen und auch einen kleinen Rundgang gemacht. Das war kurz nachdem Innenminister Herbert Reul Polizei und Kommunen aufgefordert hatte, sich Gedanken über verstärkten Terrorschutz — insbesondere Attacken mit Fahrzeugen — zu machen. Das wiederum war wenige Tage nach dem Anschlag in Barcelona.

Ergebnis der Gespräche in Aachen: Der Bau sogenannter „Pilomaten“ in der Innenstadt macht vor diesem Hintergrund Sinn. Sie könnten an einigen Stellen die bisher bei Großveranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt und der Tour de France aufgebauten mobilen Lkw-Sperren ersetzen.

Die favorisierten Standorte für derlei massive Poller seien „umsetzbar, sinnvoll, verhältnismäßig und letztlich tatsächlich effektiv“, heißt es in den Erläuterungen für eine Dringlichkeitsentscheidung, die der Stadtrat am Mittwoch absegnen soll. Besagte Standorte lauten: Jakob-straße/Judengasse, Büchel/Re-thelstraße, Großkölnstraße und Buchkremer-/Ursulinerstraße.

Details sind zu klären

Gebaut werden sollen versenkbare Poller, wie sie bereits an der Zufahrt zur Synagoge stehen. Sie bieten hohen Widerstand selbst beim Aufprall eines Lastwagens. Allerdings kosten sie auch entsprechend viel: 300 000 Euro kalkuliert die Stadt für den Einbau.

In der Vorlage heißt es zudem: „Mit den Arbeiten sollte sofort begonnen werden, um auch von den Wirkungen noch in diesem Jahr profitieren zu können.“ Zu klären seien noch Details, etwa wer berechtigt ist, die Poller herunterzufahren, und wie man es mit Ladezeiten handhabt.