Aachen: Anne Frank: Auch nach 80 Jahren unvergessen

Aachen: Anne Frank: Auch nach 80 Jahren unvergessen

80 Jahre wäre sie am 12. Juni geworden. Und vielleicht würde Annelies Marie Frank heute ja auch irgendwo in Aachen, ihrer kurzzeitigen Heimatstadt, ihren Lebensabend genießen. Doch das bleibt Spekulation. Noch nicht einmal 17 Jahre durfte sie alt werden

Dann wurde sie 1944 von den Nationalsozialisten in ihrem Amsterdamer Versteck entdeckt und schließlich, wenige Wochen vor Ende des Zweiten Weltkrieges, im KZ Bergen-Belsen umgebracht.

Das Schicksal der Anne Frank, die mit ihrem während des Krieges im Amsterdamer Exil verfassten Tagebuch weltberühmt wurde, ist in diesem Jahr auch in Aachen auf zahlreichen Veranstaltungen allgegenwärtig. In einer lebendigen Mischung aus Theater und Lesung widmet sich nun auch das „Theater 99” dem Leben des deutschen Mädchens jüdischer Herkunft, für das Aachen nach der „Machtergreifung” keine Heimat mehr war und das mit ihrer Familie in die Niederlande auswanderte.

„Dieses Tagebuch ist wahrscheinlich das bewegendste Dokument über die Verfolgung der Juden im Zweiten Weltkrieg”, so Regisseurin Jutta Kröhnert. „Natürlich ist das ein schwieriges Thema, aber auch für Aachen auch ein hochaktuelles und interessantes.”

In die Rollen der Anne Frank, ihrer Geschwister und Freunde schlüpfen überwiegend junge Darsteller aus dem Jugend-Kooperationsprojekt mit dem Grenzlandtheater. Mit ihrem populären Tagebuch, das für Anne Frank jahrelang zum Ventil ihrer alltäglichen Freuden und Leiden, ihrer Ängste und Hoffnungen wurde, wollen sie an das Leben des jungen Mädchens, das immer Schriftstellerin werden wollte, erinnern.