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Aachen: Angeklagtem droht lebenslange Sicherungsverwahrung

Aachen : Angeklagtem droht lebenslange Sicherungsverwahrung

Zwölf Jahre alt soll der Junge zur Tatzeit gewesen sein, den der Angeklagte Andre P. aus Aachen bei zwei Gelegenheiten sexuell missbraucht haben soll, dazu gibt es eine weitere Anklage über eine weitere Sextat während seiner Untersuchungshaft in der JVA.

Der Angeklagte bestritt das am Montag vor der 5. Großen Strafkammer nachdrücklich. Der Junge habe lediglich zwei Mal, Mitte August und Anfang September 2017, bei ihm übernachtet. Doch dabei sei nichts passiert.

Er, der Angeklagte, habe nur an seinem PC gesessen, verteidigte ich der 21-Jährige in seiner Einlassung vor der Vorsitzenden Richterin Regina Böhme selber. Laut der zweiten verlesenen Anklageschrift soll der Angeklagte nach seiner Festnahme im Dezember 2017 dann in der JVA einen Mitinsassen vergewaltigt haben.

Bei Andre P. geht es um viel. Denn als jugendlicher Täter war P. bereits im Jahr 2014 als 17-Jähriger zu drei Jahren Jugendstrafe wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt worden. Daher geht es jetzt schon um eine möglicherweise lebenslange Sicherungsverwahrung. Nach seiner Entlassung aus der Jugendhaft befand P. sich unter Aufsicht des sogenannten KURS-Verfahrens, das vom Land für rückfallgefährdete Sexualstraftäter entwickelt wurde.

Der zuständige Beamte habe ihn schlecht behandelt, beschwerte sich P. vor der Richterin, angeblich missbrauchte Jungen hätte zudem versucht, ihn bei seinem Arbeitgeber, einer Fast-Food-Kette, zu diskreditieren.

Die Polizei sah das jedoch ganz anders. Denn P. soll bei seinen Taten nicht nur sexuell übergriffig gewesen sein, sondern den Zwölfjährigen vergewaltigt haben. P. ist zudem wegen des Besitzes von Kinderpornografie angeklagt, die man bei dem Angeklagten gefunden hatte.

(wos)