Richterich: Amstelbach-Offenlegung: Von Seerosen und Auffanggittern

Richterich: Amstelbach-Offenlegung: Von Seerosen und Auffanggittern

Die „grüne Lunge” des Stadtbezirks Richterich erfährt derzeit eine Aufwertung. Draußen, in Kaletzbenden, haben die Bagger das Sagen. Dort wird der Amstelbach auf einer Länge von mehr als 300 Metern Wiesen- und Waldfläche bis hin zum Grundstück Zehnthof offengelegt.

Diese Maßnahme wurde dringend erforderlich, gab es doch bauliche Probleme im Bereich des verrohrten Amstelbaches am Standort Kaletzbenden. „Der Zustand konnte so nicht bleiben”, sagt Bezirksamtsleiterin Ilse Sachs. Die Bezirksvertretung Richterich und die Stadt Aachen hätten sich für den Erhalt des Weihers stark gemacht. Die laufenden Arbeiten scheinen indes erste Früchte zu tragen, denn Lob ist von allen Seiten zu hören.

Besonders erfreut zeigt sich der Angelsportverein Richterich. Vorsitzender Norbert Hamacher sagt im Gespräch mit der AZ, der Weiher bekomme dadurch eine größere Wasserfläche. „Uns wird eine große Sorge genommen, denn im Winter hatten wir unseren Fischbestand im Eis und mussten große Verluste hinnehmen.”

Nach Beendigung der Maßnahme werde der Wasserstand um anderthalb Meter erhöht. Das habe für den Verein den Vorteil, dass der Fischbestand bei Frost auf dem Boden überwintern könne. Außerdem kann der Verein (24 Erwachsene, sieben Jugendliche) mehr Angelplätze anbieten. „Wir würden uns über den Zulauf von neuen Mitgliedern, Erwachsene und auch Jugendliche, freuen”, erklärt Hamacher.

Der Verein, das bestätigt der Vorsitzende, ist mit großem Eifer bei der Sache, verschiedene Arbeiten in Eigenleistung zu erledigen. „Auf uns kommt mehr Pflege zu”, meint Hamacher. Auffanggitter für Schmutz und Laub hat der Verein bereits eingesetzt und Seerosen angepflanzt.

„Wir sind angesprochen worden, Behinderten das Angeln zu ermöglichen”, sagt Hamacher, „und ich stehe diesem Wunsch sehr positiv gegenüber.” Handicap: Es muss eigens eine Zufahrt für Rollstühle geschaffen werden, und dafür ist eine Sondergenehmigung erforderlich. Der Vorsitzende weiß: „Kein Schnellschuss”, alles müsse sorgfältig geprüft und überlegt werden.

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