Eilendorf: Am Nirmer Platz wird renaturiert

Eilendorf: Am Nirmer Platz wird renaturiert

Als eine kleine, aber schöne und sinnvolle Maßnahme bezeichnete Wolfgang Firk vom Wasserverband Eifel-Rur (WVER) die nun mit dem ersten Spatenstich begonnene Renaturierung des Haarbaches am Nirmer Platz in Eilendorf.

Zahlreiche Interessenten, darunter auch Bezirksamtsleiter Martin Freude, hatten sich eingefunden, um diesem „zweiten Spektakel“ innerhalb nur eines Jahres beizuwohnen. Vorstandsrat Paul Larue erinnerte an die letzte Maßnahme, die man am 21. Januar 2015 in Eilendorf vollzogen habe.

„Auch eine Renaturierungsmaßnahme, aber ein größeres Stück, das mit einem guten Resultat endete.“ Aufgabe und Ziel sei es generell, die Gewässer, die sich in einem guten Zustand befänden, in einen noch besseren Zustand zu bekommen. Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler sagte, aus kleinen Mitteln werde hier ein tolles Projekt entstehen. Der Platz soll danach auch ein Ort der Begegnung werden.

Die fachliche Seite brachte Wolfgang Firk allen näher. Man wisse, dass die Gewässer in Europa in einem guten Zustand gebracht werden sollen. „Aber es geht auch um das Bachbett“, meinte er. Die jetzt beginnende Maßnahme sehe die Anschrägung einer Fläche vor, so dass eine kleine Aue entstehen werde. Im Mai oder Juni soll fertig sein. Die Kosten bewegen sich um 400.000 Euro, vom Land NRW erhalte man eine Förderung von 80 Prozent.

Der Haarbach fließt entlang des Nirmer Platzes in einem unansehnlichen und unnatürlichen Betonprofil. Die Renaturierungsmaßnahme wertet das Gewässer nicht nur ökologisch auf, sondern präsentiert sich mitten im Ort auch in einem naturnahen Gewand. Die Gesamtlänge des Bachabschnittes beträgt etwa 150 Meter, nach 35 Metern gehen die Ufermauern in ein enges Trapezprofil mit einer Sohlenbreite von etwa 2,50 Meter über.

Zur naturnahen Gestaltung wird die Grünfläche am Nirmer Platz genutzt, im Bereich der jetzigen Grünfläche wird eine Auenfläche geschaffen.

(der)
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