Schüler gegen Klimawandel: Am Ende sind 300 beim Protestmarsch

Schüler gegen Klimawandel : Am Ende sind 300 beim Protestmarsch

Die jungen Leute lassen nicht locker. Das Thema Klimaschutz brennt ihnen nach wie vor unter den Nägeln. Am Freitag versammelten sich rund 150 Schüler und Studenten zur Kundgebung der Protestbewegung „Fridays for future“ vor dem Elisenbrunnen. Bei einer über vier Kilometer langen Demo durch die Stadt machten sie anschließend weiter auf ihr Anliegen aufmerksam.

„Und unterwegs werden sich sicher noch viele Schüler anschließen“, meint Benedikt Neukirchen vom St. Leonhard-Gymnasium im Vorfeld. Insgesamt rechnet er mit rund 300 Teilnehmern. Am Elisenbrunnen stehen die Schüler in kleinen Grüppchen zusammen. Weltuntergangsstimmung spürt offensichtlich Meret Randonat, Studentin aus Köln. „Wir lernen für eine Zukunft, die sich in Luft auflöst.“ Trotzdem zeigt sie sich überzeugt, dass Angst sich letztendlich in Handlung umwandelt, und genau darauf setzt sie ihr Vertrauen.

Zur gebotenen Eile passen dann auch Aufschriften wie „Der Klimawandel wartet nicht bis Schulschluss“ oder „There is not Planet B“, die die Schüler auf Bannern in die Höhe halten. Sie wollen Veränderungen, und sie wollen sie jetzt.

Die Schüler pochen nach wie vor auf die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens und fordern von der Politik, Lösungsansätze aus Forschung und Wissenschaft ernst zu nehmen und in die Praxis umzusetzen. Und schließlich könne jeder bei sich selbst mit Veränderungen zum Wohle des Klimaschutzes anfangen, führt Tobias Holle, Student der Umweltingenieurwissenschaften an der RWTH Aachen, aus. Auf Fleisch zu verzichten und keine mit Pestiziden behandelten Lebensmittel zu kaufen, sei ein guter Anfang, meint er.

Außerdem prangert er die fortschreitende Versiegelung von Flächen und die für die Umwelt besonders schädlichen Schweröl-Tanker an. „Tragt diese Themen nach außen“, fordert er seine Zuhörer auf und betont zudem: „Wir brauchen europäische Lösungen für den Klimaschutz.“ Entsprechend wichtig sei es, an der bevorstehenden Europa-Wahl teilzunehmen und die Parteien zu wählen, die den Klimaschutz ernst nähmen.

Und während diese Kundgebung über die Bühne läuft, macht sich das Organisationsteam schon Gedanken um zwei weitere Demos, die in Planung sind: Am 24. Mai will die Bewegung für die bevorstehenden Europa-Wahlen mobilisieren, und am 21. Juni ist eine internationale Großdemo in Aachen geplant. Da werden laut Veranstalter rund 20000 Gäste in Aachen erwartet.

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