Aachen: Am Büchel wird jetzt kräftig Gas gegeben

Aachen: Am Büchel wird jetzt kräftig Gas gegeben

Dass sich am Büchel nun tatsächlich etwas tun soll — an diesen Gedanken müssen sich viele Aachener wohl erst noch gewöhnen. Das gilt sogar für gestandene Kommunalpolitiker wie Claus Haase (SPD), wie dieser jetzt im Planungsausschuss einräumte: „Es glaubt doch kaum noch jemand, dass das Parkhaus wirklich einmal verschwindet.“

Doch tatsächlich soll nun Gas gegeben werden, wie Planungsdezernent Werner Wingenfeld bekräftigte: „Wir stimmen bereits die nächsten Schritte ab.“ So sollen die Empfehlungen der Jury so schnell wie möglich in das Konzept des Architekturbüros Chapman Taylor, das den Wettbewerb für das „Altstadtquartier Büchel“ gewonnen hat, eingearbeitet werden.

Noch in diesem Monat gebe es dazu einen Termin mit den Planern, so Wingenfeld. Parallel dazu hoffe man in der Verwaltung, bis zur Sitzung im Mai die Programmberatung zum Bebauungsplanverfahren für die Politik vorbereitet zu haben, um gleich danach die frühzeitige Bürgerbeteiligung angehen zu können. Außerdem soll es in Kürze ein Gespräch mit den beiden Investoren Norbert Hermanns und Gerd Sauren geben, denen etliche Grundstücke im Areal rund um den Büchel gehören.

Im Ausschuss wurde seitens der Politik betont, dass die Eindämmung der Prostitution in der Antoniusstraße und der Bau eines Laufhauses die wichtigsten Ankerpunkte für die Entwicklung des Quartiers seien. Gegen den Vorschlag der Verwaltung, neben dem Laufhaus auch den Abriss des Parkhauses und die Neubebauung dieses Grundstücks vor Abschluss des Bebauungsplanverfahrens zu realisieren, regten sich aber Bedenken.

„Das ist nicht unproblematisch“, sagte Michael Rau (Grüne), „und setzt ein tiefgreifendes Vertrauen zwischen Stadt, Politik und Investoren voraus.“ Dezernent Wingenfeld betonte daraufhin, dass man alles für eine mögliche Beschleunigung tun wolle, aber auf die Verbindlichkeit vertraglicher Vereinbarungen pochen werde.

(os)
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