Aachen: Altkleider: DRK erhält Zuschlag für 2018

Aachen: Altkleider: DRK erhält Zuschlag für 2018

Das Deutsche Rote Kreuz im Stadtverband Aachen erhält eine auf ein Jahr befristete Sondernutzungserlaubnis, um an 100 Standorten im gesamten Stadtgebiet Altkleidercontainer aufzustellen.

Das hat die Stadt am Dienstag mitgeteilt, nachdem es in der Vergangenheit immer wieder Auseinandersetzung um die Ausschreibung der Standorte gegeben hatte.

Die Erlaubnis tritt zum 1. Januar 2018 in Kraft. Wie im Vorjahr musste auch diesmal das Los entscheiden, weil insgesamt 22 Anträge eingegangen waren, die die Kriterien gleichermaßen erfüllten, so das städtische Presseamt. Einige dieser Kriterien sind: die Container müssen farblich dezent gestaltet und einheitlich sein, auf auffällige Werbeaufdrucke ist zu verzichten, und eine schnelle Säuberung der Standorte innerhalb von 24 Stunden bei Verschmutzungen muss sichergestellt sein.

Das neue Verfahren, das nur noch einen Anbieter für 100 festgelegte Standorte im öffentlichen Straßenraum vorsieht, wurde 2015 eingeführt, um die Probleme zu beseitigen, die es in der Vergangenheit gegeben hatte: Die bis dahin von Antragstellern ausgewählten Standorte mussten jeweils einzeln geprüft und genehmigt werden, mehrere Ansprechpartner bei den Anbietern erschwerten überdies, dass die Containerstandorte zeitnah gesäubert wurden, sofern das nötig war, so die Stadt.

Auch Gewerbliche im Boot

Zudem habe sich gezeigt, dass die zuvor bestehende Beschränkung auf karitative Organisationen rechtlich unsicher und nicht mehr zu halten war. Deshalb hatten sich Verwaltung und Politik auf ein Standortkonzept verständigt, das für alle Antragsteller gilt, die bestimmte Kriterien erfüllen. So können auch gewerbliche Unternehmen am Losverfahren teilnehmen.

Das neue Verfahren habe sich in der Praxis bewährt: Neben einer verbesserten Sauberkeit sei auch die Zahl der illegal aufgestellten Container in Aachen deutlich zurückgegangen: 2017 mussten nur noch vier Altkleidercontainer eingezogen werden, im Jahr zuvor waren es laut Verwaltung noch 17.

An dem am vergangenen Montag veranstalteten Losverfahren haben einige Antragsteller persönlich teilgenommen, teilt die Stadt weiter mit. Unter den Augen aller Anwesenden wurden zunächst die Namen der Antragsteller auf Karten geschrieben, in Umschläge gesteckt und anschließend in einer Box gemischt wurden. Eine Juristin des städtischen Fachbereichs Recht zog schließlich einen dieser Umschläge aus der Box, der die Karte mit dem Namen des Unternehmens enthielt, dem nun die Sondernutzungserlaubnis für das Jahr 2018 erteilt wird.

Weitere Infos mit einer Karte der Standorte sind im Internet zu finden unter: www.aachen.de/altkleidercontainer.

(acp/red)
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