Aachen: Alter Tivoli: Residieren, wo einst noch der Ball rollte

Aachen: Alter Tivoli: Residieren, wo einst noch der Ball rollte

Scherben bringen Glück. Manchmal haben solch alte Binsenweisheiten eben doch ihre Berechtigung, wie sich beim Richtfest auf dem Gelände des alten Tivolis zeigte. Nachdem einer der Handwerker den Richtspruch gesprochen und eine dem Anlass angemessene Menge Ouzo getrunken hatte, warf er das Glas vom Baugerüst hinunter. Damit war es „hochoffiziell“: Der Rohbau des Hotels und der Wohnanlagen steht.

Bezirksbürgermeisterin Marianne Conradt richtete anlässlich dieses „besonderen Höhepunkts“ der Bauphase einige Gruß- und Dankesworte an alle Beteiligten. Nachdem sie kurz die Geschichte des Geländes schilderte, wünschte sie den Verantwortlichen, „dass das Projekt in Zukunft ein voller Erfolg wird“.

Der Leiter des Liegenschaftsamtes, Edmund Feiter, blickte auf anfängliche Schwierigkeiten bei Verhandlungen mit anderen Investoren zurück, um dann festzustellen: „Wir haben die richtigen Bauherren gefunden.“ Im Anschluss betonte Uwe Thamm, der die Unternehmensgruppe „DAixKo“, einen Zusammenschluss der Immobilienfirmen „Derichs u Konertz“ und „Aixact Immobilien“, vertrat, dass man für Aachener „auf heiligem Boden“ stehe.

Ein paar nackte Zahlen hatte er auch noch für die Anwesenden parat: Über 8000 Kubikmeter Beton wurden seit dem Spatenstich vor etwa acht Monaten verbaut, 30.000 Kubikmeter Erde wurden bewegt, und circa 2200 Lkw-Ladungen erreichten die Baustelle.

Nach dem Abschluss des Rohbaus steht nun der Ausbau an. Thamm erklärte, dass man derzeit voll im Zeit- und Kostenplan sei. Für die Fertigstellung des Hotels, das das Berliner Unternehmen Tristar als Pächter betreiben wird, sowie der Eigentumswohnungen und größtenteils öffentlich geförderten Mietwohnungen wird der Zeitraum Sommer/Herbst 2017 anvisiert.

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