Haaren: „Alt-Bürgermeister“ Karl Pütz blickt auf schöne Zeiten zurück

Haaren: „Alt-Bürgermeister“ Karl Pütz blickt auf schöne Zeiten zurück

Allein der Namen Haaren zergeht ihm auf der Zunge: „Haaren ist mein Hobby, meine große Liebe, war meine Aufgabe, mein Bestreben, dass sich das Leben für die Menschen in diesem Stadtteil lohnt.“ Dieses Bekenntnis kommt von Karl Pütz, dem „Alt-Bürgermeister“ und Kenner der Haarener Szene von A bis Z.

Pütz, gelernter Industriekaufmann, ne echte „Hooreter Jong“, wird am Sonntag, 22. März, 80 Jahre alt. Hier ist er geboren, hier verbrachte er seine Kindheit, gründete eine Familie, wurde im Vereinsleben aktiv und wirkte er lange Zeit als Kommunalpolitiker. Von 1969 bis 1971 gehörte er dem damaligen Gemeinderat an, war Kreistagsabgeordneter, nach der kommunalen Neugliederung saß er in der Haarener Bezirksvertretung für die CDU. Von 1979 bis 1999 war Pütz Bezirksvorsteher und Mitglied im Rat der Stadt Aachen. 20 Jahre wirkte er im Stadtentwicklungsausschuss mit, war eine Periode lang dort Vorsitzender. Auch im Feuerwehrausschuss führte er den Vorsitz. „Mein Vater Wilhelm meldete mich 1964 bei der CDU in Haaren an“, sagt Pütz. Den Schritt habe er nie bereut.

Mit zwölf Jahren stieß er zum Haarener Turnverein, turnte in der Meisterklasse, wurde später Jugendturnwart, pflegte zudem auch das Leistungsturnen. Mehrere Jahre gehörte Karl Pütz der Gau-Bestenriege an, errang so manche Meistertitel.

Haaren liegt ihm immer noch am Herzen. So hat er das örtliche Zusammenleben in der großen Stadt Aachen stets gefördert. Pütz war Anstoßgeber und Mitbegründer des Heimatvereins Haaren und Verlautenheide sowie der IG Haarener Vereine, bei beiden als Vorsitzender aktiv. „Ein ganz besonderes Anliegen war mir die Welsche Mühle“, meint er, für dieses hübsche Bauwerk habe er sich bis ins hohe Alter maßgeblich engagiert, besonders für die Instandsetzung des Mahlwerkes. Unter seiner Regie wurde unter anderem die Haarbachtalhalle gebaut, leider habe er seinen großen Wunsch, die Verwirklichung der „Haarener Allee“, durchsetzen können. „Die hätte eine spürbare Entlastung für die Alt-Haarener-Straße gebracht“, ist er sich sicher. Stolz ist er auf eine langjährige Freundschaft mit dem Aachener Künstler Pitt Lacroix. „Ich habe mit ihm eine tolle Ausstellung in der Welschen Mühle organisiert“, sagt Pütz. In seiner Wohnung finden sich Werke von Lacroix wieder.

Mit seiner Frau Aline, drei Kindern, Schwiegerkindern, drei Enkelkindern und Freunden wird der „Jubeltag“ am Samstag, 21. März, schon mal „vorgefeiert.“ Sonntag, 22. März, ist ab 10.30 Uhr in seinem Haus In den Atzenbenden 76 „offene Tür“: „Wer gratulieren möchte ist willkommen, ich freue mich auf viele Gäste“, freut sich Pütz auf den runden Geburtstag.