Aachen: Alles drin in der Innenstadt: von Au Hur bis Haute Couture

Aachen: Alles drin in der Innenstadt: von Au Hur bis Haute Couture

„Einkaufen in Aachen. Alles drin!“ So lautet der Slogan einer 600.000 Euro teuren Werbekampagne, die bis Ende 2017 stärkere Kundenströme zu allen Einzelhändlern in der Innenstadt lotsen soll. Der Startschuss für die Kampagne fällt am 10. Oktober am Elisenbrunnen — gut zwei Wochen vor der Eröffnung des ECE-Einkaufszentrums Aquis Plaza.

Der „Initiativkreis Innenstadtmarketing Aachen“ — ein Zusammenschluss von Stadt, Aachen Tourist Service, IHK, Märkte und Aktionskreis City, ECE-Projektmanagement und weiteren Akteuren des Einzelhandels — hat die PR-Offensive am Donnerstag im Rathaus vorgestellt. Erdacht und umgesetzt wird diese von der Agenturgemeinschaft „acclivis Agentur für Marketing (Till Schüler) und „büro G29 Visuelle Kommunikation“ (Monika Koch). Das Kreativduo hatte sich mit seinem Konzept gegen 17 andere Agenturen durchgesetzt, die sich ebenfalls um das stattliche Werbebudget beworben hatten.

„Wir haben es in der Innenstadt mit einem sehr dynamischen Prozess tu tun“, erläuterte Oberbürgermeister Marcel Philipp. „Auch nach der Eröffnung des Aquis Plaza erwarte ich bis 2017 weitere größere Baustellen im Bereich der Adalbertstraße und des Büchel-Quartiers“, sagte er. Damit verändere sich die Einkaufslandschaft nachhaltig. „Ziel der Kampagne ist, die Innenstadt Aachens in ihrer Gesamtheit als attraktiven Ort für Shoppen, für Gastronomie und Kultur darzustellen“, betonte der OB. Das Motto: „1 Stadt, 1000 Geschäfte, 18 Parkhäuser, Kultur und viel Geschmack.“ Auf die Erreichbarkeit per Bus, per Auto und natürlich zu Fuß werde großer Wert gelegt, hieß es.

Damit Kundenströme gleichmäßig durch die Stadt fließen und sowohl kleine inhabergeführte Läden in der Altstadt als auch große Shopping Malls am Rande bevölkern, will man nun „auf allen Kanälen Gas geben“. Manfred Piana, Geschäftsführer des Initiativkreises, wies darauf hin, dass demografischer Wandel und Internet-Handel spürbar Kundschaft und Umsätze kosten. „Es ist kein Geheimnis, dass die Kundenfrequenzen zurückgehen, weil die Leute einfach seltener zum Einkaufen in die Stadt fahren als früher“, stellte er fest. Umso wichtiger sei es, jetzt gemeinsam das Profil der Einkaufsstadt Aachen zu schärfen und neue Kunden zu gewinnen.

Die Marketing-Experten Till Schüler und Monika Koch setzen neben klassischen Werbeformen wie Plakatierung, Anzeigen in Medien (auch im niederländischen und belgischen Grenzgebiet) in einem Radius von rund 60 Kilometern rund um Aachen auch auf Radiospots und das Internet. Die Facebook-Seite https://de-de.facebook.com/aachen.shopping ist mit Einkaufstipps und Gewinnspielen bereits online. Zentrale Plattform in den digitalen Medien wird aber ab 10. Oktober die Homepage www.aachen-shopping.de.

„Das Online-Portal soll Informationen zum Einkaufen in Aachen, den Anreisemöglichkeiten, allen Geschäften innerhalb des Grabenrings und entlang der Adalbertstraße, zu ausgesuchten Shopping-Routen, aber auch zu Kultur und Gastronomie liefern“, erläuterte Schüler. Wer zum Aktionstag am 10. Oktober den Elisenbrunnen passiert, wird nicht nur durch eine lila Einkaufstüte im XXL-Format auf die Kampagne „Einkaufen in Aachen. Alles drin!“ aufmerksam gemacht, sondern als Gewinnspielteilnehmer mit Geschenktüten beglückt.

Darin findet sich dann — unter anderem — auch ein handlicher Stadtplan mit vielen nützlichen Infos und Serviceadressen. Zudem gibt es Postkarten mit markigen Sprüchen zum Thema Einkaufen — zum Beispiel „Alles drin: von Au Hur bis Haute Couture“. Und sogenannte „Shopping-Influencer“ (eine Art Einkaufs-Meinungsführer) sollen beim „Instawalk“ (eine Art Rundgang, der über soziale Netzwerke im Internet veröffentlicht wird) durch die Aachener Geschäftswelt ihre Eindrücke via Blog ins weltweite Netz schicken.

Eine so hochdotierte Gemeinschaftsaktion zum Innenstadtmarketing sei in dieser Form in Aachen beispiellos, lobten die Partner. „Aber wir nehmen gerne noch neue Mitstreiter auf, um die Offensive effektiver auszuweiten“, sagte Piana. Noch sind nicht alle drin.

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