Aachen: Alemannia: Runder Tisch am 20. August

Aachen: Alemannia: Runder Tisch am 20. August

Nach den schweren Ausschreitungen von Alemannia-Anhängern am Dienstagabend, hat nun auch die Stadt reagiert. OB Marcel Philipp und Stadtdirektor Wolfgang Rombey haben für den 20. August den „Runden Tisch gegen Rechtsextremismus” einberufen.

Am Dienstag hatten unter anderem Mitglieder der „Karlsbande”, die teils Mitglieder aus der rechten Szene hat, auf die linksorientierten „Aachen Ultras” eingeprügelt. „Das sind keine Fans mehr, das sind Straftäter”, so Rombey. Es sei „jetzt geboten, schnell Maßnahmen zu ergreifen”. Rombey reagierte zudem auf Äußerungen des ständigen Einsatzleiters der Polizei am Tivoli, Christian Außem. Dieser hatte gegenüber unserer Zeitung gefordert, kommunale Jugendarbeit müsse im Bereich Fußball verstärkt werden. Rombey zeigt zwar Verständnis für das „Entsetzen der Polizei”, aber „gegenseitige Schuldzuweisungen führen in dieser Situation nicht weiter”.

Rombey verwies auf zahlreiche Projekte und Initiativen gegen Rechts sowie für jungen Fußballer und Fußballfans, an denen die Stadt beteiligt sei oder sie selbst organisiere. Polizeisprecher Paul Kemen betonte hingegen, man habe keine Schuldzuweisungen gemacht: „Wir wollten wachrütteln. Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern bereits zwölf.” Die Alemannia selbst erneuerte am Freitag noch einmal eine Aussage von Mittwoch, die Geschäftsführer Frithjof Kraemer gegenüber der AZ gemacht hatte: So sei der „bisher erteilte Vertrauensvorschuss gänzlich aufgebraucht”. Auch Gruppenverbote schließe man nicht aus. Für Gewalt und Rechtsextremismus sei auf und rund um den Tivoli kein Platz.