Alemannia empfängt 1.FC Köln II und erinnert an Pokaltriumph 2004

Erstes Spiel des Jahres auf dem Tivoli : Pokalhelden geben Autogramme

Am Freitag empfängt Alemannia Aachen die zweite Mannschaft des 1.FC Köln auf dem Tivoli. 15 Jahre nach dem legendären Bayern-Spiel im DFB-Pokal sind auch die Pokalhelden Stefan Blank, George Mbwando und Co. dabei.

Wie man sich bettet, so spielt man – könnte man in leicht veränderter Form ein Sprichwort mit Blick auf Alemannia zitieren. Ausgeruht dürften die Kicker von Fuat Kilic in jedem Fall in die Auftaktpartie der Rückrunde am Freitag um 19.30 Uhr auf dem Tivoli sein. Dafür hat unter anderem Präsidiumsmitglied und Aufsichtsrat Thomas Gronen gesorgt.

Der ist bekanntlich als Unternehmer in der Malerbranche unterwegs und hat mit Vereinsfreunden für einen neuen Ruheraum im Stadion gesorgt. Nicht alle Spieler leben in Aachen, und wenn zwei Trainingseinheiten anstehen, hatten diese bislang nur sehr beschränkte Möglichkeit zur Regeneration. Im so genannten Ruheraum standen vor schmucklosen Wänden Feldbetten. Das hat sich geändert, es gibt in ansprechendem Ambiente vernünftige Betten zum Ausruhen. Dies ist ein Beispiel für die vielen kleinen Schritte, die der Klub auf dem langen Weg hin zu professionellen Bedingungen gehen muss.

Exakt 15 Jahre und vier Tage vor dieser Viertligapartie mit überschaubarem überregionalem Interesse erinnert der Klub an ein Spiel, auf das damals ganz Fußball-Deutschland blickte. Alemannia gelang 2004 das legendäre 2:1 gegen Bayern München im Pokal-Viertelfinale und tat damals einen wichtigen Schritt auf der Erfolgsleiter, deren oberste Sprosse der Erstligaaufstieg war. Das ist fast schon Geschichte. Aber vielleicht dient die Anwesenheit der Pokalhelden von damals als Motivationshilfe für die Spieler von heute. Etliche Spieler haben bereits zugesagt, zu einer Autogrammstunde in den Klömpchensklub zu kommen. Und so sitzen Stefan Blank, Kai Michalke, Alexander Klitzpera, George Mbwando, Marcus Hesse, Stephan Straub, Dennis Brinkmann und Torwarttrainer Christian Schmidt ab 18 Uhr mit gezücktem Filzstift bereit.

Anschließend werden die Fans gewiss das eine oder andere Kaiserstädter trinken können – sicher ein marketingtechnisches Erfolgsgetränk. 3000 Kästen hatte Alemannias Geschäftsführer Martin vom Hofe zum Start der Saison kalkuliert, 6000 Kästen und ungezählte Fässer sind es inzwischen geworden. „Der Absatz hat sich stabilisiert“, freut sich vom Hofe, so dass das Alemannia-Bier zumindest eine kleine Konstante im Etat darstellt. Und da schadet gewiss die Idee nicht, erstmals mit einem Alemannia-Stand auf dem Öcher Frühjahrsbend präsent zu sein.

„Leuchtturm für die Region“

Mehr Präsenz hat sich der Geschäftsführer dank einer neuen App fürs Handy gesichert. „MyFavorito“ heißt das Angebot, mit dem alle Fans Treuepunkte sammeln können. Wenn man den Code „alemannia“ in die App eingibt, kann man die Aktions-Codes scannen und Treuepunkte sammeln – und dafür gibt’s dann Eintrittskarten, Stadionführungen oder auch Spielertrikots. Wer möchte, kann die Treuepunkte aber auch der Alemannia spenden. „Wir wollen so etwas wir der Leuchtturm für die Vereine in der Region sein, denn das Modell kann man auch auf die kleineren Vereine übertragen“, sagt vom Hofe, denn „es spricht nichts dagegen, beispielsweise die Eilendorfer Vereine über einen Eilendorfer Supermarkt zu unterstützen.“

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