Alemannia Aachen erwartet 6000 Zuschauer zum ersten Heimspiel

Am Samstag kommt Düsseldorf II zum Tivoli : Das vom-Hofe-Team hat seine Hausaufgaben gemacht

Die Euphorie vom Sieg im Verbandspokal im Mai ist vor dem ersten Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf II am Samstag immer noch spürbar bei Alemannia Aachen. Auch wenn der Saisonauftakt in Wuppertal mit 1:2 daneben ging. Denn das kann ja auch ein gutes Omen sein.

Die älteren Alemannia-Fans werden sich vielleicht erinnern. Als die Aachener Kicker zuletzt in eine Saison starteten, die mit einem Aufstieg endete, ging ebenfalls das erste Spiel verloren, wie jetzt in Wuppertal. Es war ebenfalls auswärts, ebenfalls mit 1:2, mit exakt gleicher Torfolge – damals am 8. August 2005 in Aue. „Na dann kann ja nichts mehr schief gehen“, sagt Martin vom Hofe angesichts der Duplizität der Ereignisse lachend.

Klar ist, bis zu einem möglichen Aufstieg in die dritte Liga ist es noch ein weiter Weg. „Es sind noch 35 Spiele, es sind noch 105 Punkte zu vergeben“, rechnet der Geschäftsführer vor. Klar ist aber auch, die Auftaktniederlage in Wuppertal bekommt auch die Alemannia-Geschäftsstelle zu spüren. „Wir rechnen beim ersten Heimspiel am Samstag gegen Düsseldorf II mit rund 6000 Zuschauern, hätten wir in Wuppertal gewonnen, wären wir wohl von bis zu 8000 Zuschauern ausgegangen“, sagt vom Hofe.

Dennoch blasen weder vom Hofe noch sein fünfköpfiges Team in der Geschäftsstelle deshalb Trübsal. Dazu hatten sie in der unmittelbaren Saisonvorbereitung und jetzt vor dem ersten Heimspiel und dem DFB-Pokalspiel gegen Bayer Leverkusen eine Woche später auch gar keine Zeit. „Wir hätten auch ohne Pokalspiel mit Sponsoring, Ticketing, Sekretariat, Rechnungswesen und so weiter genug zu tun. Und jetzt kommt die Vorbereitung des Leverkusen-Spiels noch dazu“, sagt vom Hofe. In einer Zeit, in der andere Ferien machen, war für sein Team an Urlaub kaum zu denken. „Aber wir wollen nicht klagen“, stellt der Geschäftsführer klar, „wenn wir uns beim ersten DFB-Pokalspiel nach sieben Jahren über einen Gegner wie den Champions-League-Teilnehmer Leverkusen beschweren würden, würden wir wohl etwas falsch machen.“

Zumal die Pokalpartie auch einen direkten Einfluss auf das erste Liga-Heimspiel gegen Düsseldorf hat. Denn bei der erwarteten Zuschauerzahl sind natürlich auch die mehr als 3100 Dauerkarteninhaber inbegriffen. „Im vergangenen Jahr hatten wir am Ende der Verkaufsphase 2445 Dauerkarten verkauft. Da haben wir jetzt schon knapp 700 Karten mehr verkauft“, sagt vom Hofe. Und nach der Pokalauslosung habe man einen deutlichen Anstieg im Dauerkartenverkauf festgestellt. „Viele wollten sich damit wohl die Pokalkarte sichern“, mutmaßt der 41-Jährige. Noch seien übrigens Eintrittskarten für das Pokalspiel im freien Verkauf erhätlich, wenn auch wahrscheinlich nicht mehr lange. „Ich denke, wir werden den Tivoli mit 31.500 Zuschauern voll machen“, sagt vom Hofe. Derzeit seien circa 31.000 Karten verkauft.

Doch zurück zum Ligaalltag, der am kommenden Samstag auch in Aachen beginnt. Dafür hat das Geschäftsstellen-Team seine Hausaufgaben gemacht. „Wir haben uns hohe Ziele im Sponsoring gesetzt“, sagt vom Hofe, „wir wollen 20 Prozent mehr erwirtschaften als in der vergangenen Saison. Und aktuell liegen wir bereits über dem Ertrag, den wir zur gleichen Zeit im Vorjahr erreicht hatten. Aber es ist schon noch etwas zu tun.“ So seien noch einige Werbebanden frei, obwohl die Fans am Samstag auch neue Namen an neuen Stellen im Stadion zu sehen bekommen.

Ansonsten wird es nicht viel Neues ums Spiel herum geben. „Wir haben die Videoeinspieler dem neuen Design angepasst“, sagt Pressesprecher Daniel Kosch. Es werde wohl auch eine neue Einlaufmusik geben, „aber die kommt von der Mannschaft, da bin ich selbst gespannt“, so Kosch. Darüber hinaus hält sich die Alemannia mit dem Rahmenprogramm eher zurück, „unser Fokus liegt klar auf der Mannschaft und dem Fußball“, fügt Martin vom Hofe hinzu.

Ein kleines Schmankerl hat die Alemannia dann aber doch noch im Köcher. Kosch selbst hat einen 30-minütigen Film über den Tag des Verbandspokalfinales gegen Fortuna Köln gemacht. Und den gebe es noch vor dem Pokalspiel gegen Leverkusen in den Fanshops der Schwarz-Gelben zu kaufen.

Die Mannschaft hat den Film schon gesehen, vor dem Saisonauftakt in Wuppertal. Dass der daneben ging, wird wohl nicht an dem Film gelegen haben und muss ja wie gesagt auch kein schlechtes Omen gewesen sein – siehe Aue 2005. Das zweite Saisonspiel, das erste am Tivoli, gewann die Alemannia damals übrigens mit 2:1 gegen den Karlsruher SC. Mal sehen, ob sich die Geschichte wiederholt...

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