Aachen: AKV muss die Raumfrage bald in Angriff nehmen

Aachen: AKV muss die Raumfrage bald in Angriff nehmen

Die Sammlung Crous wächst kontinuierlich — worauf der Aachener Karnevalsverein (AKV), dem die Dokumentation gehört, zu Recht stolz ist. Das bringt nicht nur irgendwann Kapazitätsprobleme mit sich.

Der AKV legt vor allem Wert darauf, dass der Zugang zur Sammlung, die in der Geschäftsstelle im Alten Kurhaus an der Kurhausstraße untergebracht ist, barrierefrei gestaltet werden kann. Und das ist derzeit nicht gegeben, was AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil ausdrücklich bedauert. In zwei Jahren läuft der Mietvertrag der Karnevalisten im Kurhaus grundsätzlich aus. „Wir diskutieren natürlich im Elferrat, ob wir bleiben sollen oder nicht“, erklärte Pfeil am Freitag auf Anfrage. Die Entscheidung sei aber völlig offen.

Ob die Barockfabrik am Löhergraben, über deren neue Nutzung in dieser Woche der Kulturausschuss beriet, eine mögliche Alternative wird, ist ebenfalls offen. Man habe sich, so der AKV-Präsident, auf Einladung der Stadt die Räume vor einiger Zeit angesehen, dann aber nichts mehr gehört. Entscheidend sei aber nicht nur die Sichtweise des AKV, sondern auch die der Politik. „Und wie soll das Konzept für ein mögliches Haus der Brauchtumspflege aussehen?“, fragt Pfeil.

Grundsätzlich ist er nämlich froh, dass die stadthistorische Sammlung Crous durch Schenkungen aus der Bürgerschaft oder gezielte Ankäufe des Vereins weiter wächst. Und dies geschehe vor allem qualitativ und nicht durch Dopplungen bestehender Bestände. Auch unter diesen Vorzeichen müsse grundsätzlich eine mögliche neue Heimstätte des AKV — so das Alte Kurhaus wirklich verlassen wird — in aller Ruhe gründlich geprüft werden.

(hpl)
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