Aachen: „AixCocktail“: Gymnasiasten entwickeln ein Erfolgsmodell mit Geschmack

Aachen: „AixCocktail“: Gymnasiasten entwickeln ein Erfolgsmodell mit Geschmack

Ein netter Abend, ein leckeres Getränk: Schon oft hat sich mancher Cocktail-Fan gefragt, was eigentlich genau in seinen Lieblings-Cocktail gehört. Und auch das Abmessen der einzelnen Zutaten mit Zentiliter-Angaben ist nicht immer ein Kinderspiel. Geht das denn nicht einfacher?

Dieser Frage sind acht Schülerinnen und Schüler des Einhard-Gymnasiums auf den Grund gegangen und haben damit den Grundstein für ihre Geschäftsidee gelegt: „AixCocktail“ ist der Name der Schülerfirma, die mit Hilfe von Lasertechnik ihre liebsten Cocktail Rezepte direkt auf das passende Glas drucken lässt.

Herausgekommen sind acht verschieden geformte Cocktailgläser mit jeweils zwei klassischen Cocktail-Rezepten, die man ohne abmessen zu müssen einfach zu Hause nachmixen kann. Die Idee kam den Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse durch die „Schülerfirma-AG“ ihrer Schule. „Wir wollten etwas erfinden, das nicht nur eine kleine Zielgruppe anspricht, sondern etwas, das eigentlich jeder benutzen kann“, sagt die Vorstandsvorsitzende der Schülerfirma, Jana Mühlmann. Aus diesem Grund gibt es auch ein spezielles Cocktail-Glas mit zwei alkoholfreien Rezepten. Bisher haben die Schüler ihr Produkt bereits beim Tag der offenen Tür in ihrer Schule und auf einer Schülerfirmen-Messe in Wuppertal präsentiert.

Ihre Ambitionen sind jedoch noch größer. „Unser Ziel ist es, die 286 vorproduzierten Gläser zu verkaufen und mit einem guten Geschäftsbericht am NRW-weiten Schülerfirmen-Wettbewerb teilnehmen zu dürfen“, sagt Mitentwickler Henrik Junge. Die größte Hürde bei diesem Vorhaben sei die Finanzierung.

Das Projekt findet zwar im Rahmen des Programmes „Junior“ des Instituts der deutschen Wirtschaft statt und wird auf Bundesebene durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Gesamtmetall, Danfoss, der DeloitteStiftung und AXA gefördert. Diese Förderung beschränkt sich allerdings lediglich auf ein Jahr. „Aus diesem Grund hoffen wir, dass wir unsere Schülerfirma so erfolgreich wird, dass wir im Mai nach Düsseldorf eingeladen werden“, so Junge.

Auch Eltern und Lehrer unterstützen die jungen Firmengründer tatkräftig bei ihrem Vorhaben. „Die Schülerinnen und Schüler sind selbst für Marketing, Finanzplanung, Herstellung und Transport verantwortlich; ein solches außerschulisches Engagement verdient großen Respekt und Unterstützung“, meint die SPD-Lantagsabgeordnete Daniela Jansen, die die Schüler als Schirmherrin für ihr Projekt ausgewählt haben. „Eine bessere Vorbereitung auf das spätere Berufsleben kann es kaum geben“, findet Jansen.