Aachen: AAK-Adventskonzert: Festlieder in Platt erwärmen die Herzen in der Citykirche

Aachen: AAK-Adventskonzert: Festlieder in Platt erwärmen die Herzen in der Citykirche

Tradition verpflichtet, und so singt der Festausschuss Aachener Karneval (AAK) alle Jahre wieder in der Adventszeit besinnliche Lieder — besser gesagt, er lässt singen. Bei der diesjährigen Auflage in der heimeligen Atmosphäre der Citykirche in der Großkölnstraße wurden singende Großmeister aufgeboten, die dem Öcher Fastelovvend sehr nahe stehen oder zumindest mit ihm sympathisieren.

Seitdem das AAK-Adventssingen Anfang des Jahrtausends auf dem Katschhof unter dem heutigen AAK-Ehrenpräsidenten Wilm Lürken Premiere hatte, gehören weihnachtliche Klänge mit Texten in Öcher Mundart unverzichtbar zum Repertoir der närrischen Interpreten. Mit Hans Montag, Kurt Joußen, Josef Henkel, Dieter Böse, Agid Lennartz Jupp Ebert, Kurt Christ und dem Musikverein Hahn (MVH) unter der Leitung von Jörg Carabin waren viele „Wiederholungstäter“ mit von der Partie, die zum AAK-Adventssingen dazu gehören wie Glühwein und Spekulatius zu Weihnachten.

Frohe Botschaften: Der designierte Kinderprinz Julius I. Philipp trug weihnachtliche Gedichte vor. Foto: Andreas Schmitter

Die Citykirche war prall gefüllt, und getreu dem Motto „Lott os senge“ strapazierten nicht zur die Akteure auf der Bühne, sondern auch die Besucher tatkräftig ihre Stimmbänder. Alle waren Textstark, weil der AAK ein schmuckes Liederheft mit Texten ausgelegt hatte. Da mussten die Moderatoren, AAK-Präsident Frank Prömpeler und Manfred Birmans, Vorsitzender des Vereins Öcher Platt, nicht lange bitten — der berühmte Funke erfasste augenblicklich alle Anwesenden. Bekannte Weihnachtslieder mit neuen Texten in Mundart, etwa „Wat för en Naht“, „Nikela-Ledd“ oder auch „Due huechhellije Chressmesszitt“ wurden intoniert. Toll war auch das Zusammenspiel des MVH mit den übrigen Interpreten.

Der künftige Träger des Thouet-Preises, Dieter Böse, stellte mit seiner Band — Salvatore Carmiola, Oliver Lutter und Adi Zehnpfennig — eindrucksvoll unter Beweis, dass auch rockigere Töne zum Fest bestens ankommen. Am Flügel begleitete Ägid Lennartz den Chor „Jupps Piano“, ein vielköpfiger Klangkörper aus St. Josef, der die zauberhaften Lieder „Meine Seele ist Stille in Dir“ und „Mönster, Prente än heäße Quelle“ intonierten.

Vielbeachtet auch die weihnachtlichen Gedichte, die Christel Leuchtenberg, Hein Schnitzler und der designierte Märchenprinz Julius I. Philipp zum Besten gaben. Zum krönenden Abschluss trat „The Öcher Voice“ Jupp Ebert beim „Gänsehautfinale“ mit allen Künstlern des kurzweiligen Adventssinges ins Rampenlicht.

Besucher wie die Auftretende gerieten bei den musikalischen Darbietungen ins Schwärmen und erwärmten sich so nicht nur am Glühwein, sondern auch an den festlich-feierlichen und atmosphärischen Liedern, die die Herzen und die Seelen berührten.

(gsi)