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Außengastronomie: Aachener Wirte hoffen noch auf längeren Gebührenerlass

Außengastronomie : Aachener Wirte hoffen noch auf längeren Gebührenerlass

Wegen der Corona-Krise hat die Stadt Aachen den Wirten die Gebühren für die Außengastronomie erlassen. Ende des Monats läuft die Hilfe aus. Das ist umstritten.

Ende des Monats soll der Gebührenerlass für die Außengastronomie in Aachen enden, danach müssen Wirte, die ihre Tische und Stühle auf öffentlichen Flächen stehen haben, wieder zahlen – sieben Euro pro Monat und Quadratmeter. Der Schritt ist umstritten, denn nach wie vor kämpft die Gastro-Branche mit den Folgen der Corona-Krise.

Aus Sicht der politischen Mehrheit laufen die Geschäfte für viele Wirte inzwischen allerdings wieder rund. Viele Touristen sind wieder in der Stadt, Tische und Stühle in den Restaurants sind wieder gut besetzt. Der Erlass der Sondernutzungsgebühr, mit dem den um ihre Existenz kämpfenden Gastro-Betrieben über die Krise hinweg geholfen werden sollte, sei daher nicht mehr nötig.

Das sehen die Betroffenen allerdings anders. Die Umsätze liegen immer noch rund ein Drittel unter denen des Jahres 2019, sagt etwa Wolfgang Winkler, Vorsitzender des Aachener Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga, der noch auf eine Verlängerung für den Gebührenerlass hofft.

Unterstützung kriegt er dafür bislang allerdings nur von der SPD, die ebenfalls weitere Hilfen für Gastronomen fordert. Sie kritisiert, dass eine für Mitte des Jahres zugesagte Überprüfung der wirtschaftlichen Lage bislang nicht erfolgt ist. Dies soll nun schnell nachgeholt werden. Die Entscheidung soll noch vor der Sommerpause erfolgen.

(gei)