Aachener Sylvesterlauf hat 1831 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Aachener Sylvesterlauf : Am Ende darf der Chef des DLC Aachen strahlen

Janine Bayartz ging in die Knie. Nicht aus Schwäche, Gott bewahre, dafür ist die Personal-Trainerin viel zu fit. Sie machte mit den rund 100 Kindern, die mit roten Zipfelmützen und den weißen Laufshirts des Sylvesterlaufs ausgestattet waren und ein wunderbares Bild abgaben, die Aufwärmübungen zum Schülerlauf. 1,9 Kilometer warteten auf so manchen jugendlichen Neueinsteiger rund um den Aachener Markt.

Zum 41. Mal richtete der Deutsche Leichtathletik Club DLC die zur liebgewordenen Tradition gewordene Veranstaltung aus. Über fehlenden Zuspruch brauchte man sich nicht zu beklagen. Am Ende zählten die Veranwortlichen insgesamt 1831 Teilnehmer. Im vergangenen Jahr waren es allerdings doch über 2000 gewesen.

„Wir sind rundherum zufrieden“, strahlte denn auch Chef-Organisator Dennis Joswig vom DLC. „Im letzten Jahr sind wir an der Stelle fast weggeweht worden, es hat geregnet und die Stimmung war entsprechend verhalten“, lehnte er sich am Montagnachmittag entspannt zurück und blickte in den grauen, aber trockenen und windstillen Himmel. 

Vor dem Feuerwerk

2000 Sportler starten beim Aachener Sylvesterlauf

 Mit ihm taten dies zahlreiche Sportler, Freunde, Familienangehörige, Passanten und Anwohner. Während hoch über dem Markt letzte Vorbereitungen auf der ein oder anderen Dachterrasse für das Mitternachtsfeuerwerk getroffen wurden, wuselte es auf dem historischen Grund vor Aachens wichtigstem Gebäude.

Zeitweise war der Platz übersät mit Menschen, die Johanniter hatten ebenso ihr Domizil aufgeschlagen wie verschiedene Sponsoren, die AOK verteilte Obst an die Zieleinläufer. Die Wegstrecke war natürlich frühzeitig abgesperrt worden und die Tribüne für die verschiedenen Pokalübergaben war aufgebaut. Denn nicht alleine der Schülerlauf stand auf dem Programm, sondern auch die Distanzen über 4,8 und 10,3 Kilometer.

Doppelsieger: Max Nores. Foto: Andreas Steindl

Die späteren Siegerlisten unterstrichen den Stellenwert des Rennens über die Stadtgrenzen Aachens hinaus. Aufs Podium schafften es Läuferinnen und Läufer aus Dortmund, Bochum, Eupen, Herzogenrath und Aachen, Indiz für die große Beliebtheit der Veranstaltung.

Traditionell starten dabei die engagierten Läuferinnen und Läufer sowohl beim kürzeren Wettbewerb als auch beim Hauptlauf, und wie schon in der Vergangenheit waren auch diesmal die Protagonisten dieselben. So gewann Max Nores von der LG Olympia Dortmund beide Läufe, auf der kurzen Strecke kam Julius Zachow als Zweiter und Ivan Blasevic als Dritter ins Ziel.

Weißes Shirt, rote Zipfelmütze: das Laufoutfit von morgen. Foto: Andreas Steindl

Beim Hauptlauf wurde hinter Nores Francis Rauw Zweiter vor Martin Pelzer. Sonja Vernikov (Skikeller Kaulard &Schroiff) gewann die 4,8 Kilometer bei den Damen vor Claudia Valdix und Sarah Kirner. Auf der langen Distanz schaffte Vernikov den zweiten Rang hinter Lokalmatadorin Julia Kümpers (ATG) und vor Steffi Jansen. 

Echter Volkslaufcharakter

Soweit die Füße tragen – oder eben Huckepack. Spaß steht vor Druck. Foto: Andreas Steindl

 Die sportliche Seite war das eine, mindestens genauso wichtig war aber der Volkslaufcharakter des Aachener Sylvesterlaufes. Denn viele Teilnehmer machten aus dem Termin ein Happening, da verteilten als Marienkäfer gekleidete Damen Schokolade an die Zuschauer, man sah zwei vierblättrige Kleeblätter Hand in Hand die Ziellinie auf dem roten Teppich des Hauptsponsors Sparkasse Aachen überschreiten.

Peter Borsdorff, einer der Menschen 2018, sammelte wieder seine Spenden zugunsten Not leidender Kinder und ein Feuerwehrmann bewies in vollem „Ornat“ mit Sauerstoffflasche seine Fitness. Kurz: Die Stimmung war ausgezeichnet, die Zuschauer goutierten die Leistungen der Sportlerinnen und Sportler mit großem Applaus und das Ganze erhielt durchaus  Volksfestcharakter.

Allerdings darf befürchtet werden, dass manch einer der weniger gut trainierten Teilnehmer spätestens am Neujahrsmorgen mit dem entsprechenden Muskelkater aufgewacht ist, der Zustand im Ziel war bei einigen durchaus bemerkenswert. Aber geschafft haben sie es wieder alle, größere Unfälle waren nicht zu verzeichnen und Dennis Joswig konnte am Ende des Nachmittags auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Viele lassen das Jahr 2018 beim Sylvesterlauf in Aachen ausklingen

Mehr von Aachener Zeitung