Aachener Studenten kommen bald mit dem Semesterticket nach Süd-Limburg

Beschluss des Studierendenparlaments : Für fünf Euro pro Semester nach Maastricht

Für fünf Euro ein halbes Jahr lang von Aachen nach Heerlen oder Maastricht fahren: Das können bald die Studenten der RWTH. Das Studierendenparlament hat eine Erweiterung des Semestertickets beschlossen.

Das Semesterticket bietet Aachener Studenten momentan die Möglichkeit, alle Nahverkehrsverbindungen im AVV-Bereich plus Köln und Düsseldorf sowie den kompletten Bahn- und Busverkehr in Nordrhein-Westfalen zu nutzen. Das ist nicht nur praktisch für diejenigen, die am Wochenende zu ihren Eltern pendeln, sondern auch für Studierende, die beispielsweise die Bibliothek einer anderen Universität nutzen möchten. Das Ticket soll ab diesem Jahr erweitert werden: in Richtung Niederlande.

Mit dem Zug nach Maastricht

In der jüngsten Sitzung des Studierendenparlaments (Stupa) der RWTH wurde darüber abgestimmt, den Preis für das Semesterticket um fünf Euro auf dann knapp 198 Euro anzuheben, damit die Studenten auch den öffentlichen Personennahverkehr in Süd-Limburg, insbesondere nach Heerlen oder Maastricht, nutzen können. Die Verhandlungen hatte das Studierendenparlament mit dem niederländischen Verkehrsunternehmen Arriva geführt. Ebenfalls Teil des Angebots werden soll die direkte Zugverbindung zwischen Aachen und Maastricht, die in Kürze an den Start gehen soll.

„Die Nähe von Aachen zu den Niederlanden und Belgien ist ein oft genannter Grund für die Attraktivität als Stadt“, heißt es in einer Erklärung des Stupa. Eine Fahrtberechtigung nach Süd-Limburg würde Studierenden, die selten ein Auto besitzen, das Nutzen dieser räumlichen Nähe erleichtern. „Dies bezieht sich einerseits auf die Förderung von Kooperationen mit den Hochschulen in Süd-Limburg und andererseits auf die niedrigschwelligere Nutzung kultureller Angebote im direkten Umland“, so das Stupa.

Darüber hinaus sieht man die Möglichkeit, mit dem Semsterticket nach Limburg zu fahren, auch als Hilfe bei der Suche nach einer geeigneten, günstigen Wohnung. „Die Wohnungssuche über die Grenze hinaus stellt durch die gewachsene Wohnungsnot in Aachen keinen Einzelfall mehr dar“, heißt es von Seiten des Stupa. Alleine beim Aachener Studierendenwerk stehen jährlich mehrere Tausend Leute auf einer Warteliste für ein Zimmer in einem der Studentenwohnheime.

Urabstimmung im Juni

Ganz in trockenen Tüchern sind der Ausbau des Fahrbereichs und die damit verbundene Preiserhöhung noch nicht. So sollen die Studierenden im Rahmen einer Urabstimmung festlegen, ob sie an der Erweiterung dauerhaft interessiert sind. Diese Abstimmung soll zeitgleich mit der nächsten Wahl für das Studierendenparlament stattfinden, und zwar in der Zeit vom 24. bis 28. Juni.

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