Aachener Stadtbibliothek setzt auf automatisiertes Verbuchungssystem

Neue Technik : Selbstverbuchung in der Bibliothek soll bald Realität sein

Die Stadtbibliothek will in Kürze mit dem Einsatz eines neuen, computergestützten Systems beginnen: Die sogenannte RFID-Technologie bietet ihren Nutzern die Möglichkeit, Medien selbstständig und damit im Zweifel schneller und komfortabler zu verbuchen.

„Wir werden einen großen Schritt in Richtung des 21. Jahrhunderts machen“, sagt Dezernentin Susanne Schwier mit Blick auf das für die Stadtbibliothek geplante Selbstverbuchungssystem. Mit der neuen Technologie soll es den Besuchern ermöglicht werden, eigenhändig Bücher auszuleihen, zu verbuchen und auch wieder abzugeben. „Es ist uns wichtig, dass die Menschen in Aachen zukünftig ungebundener bezüglich der Ausleihfristen sein können“, so Schwier. Die Selbstverbuchungsautomaten sollen im Frühjahr 2022 zur Verfügung stehen.

Neben den drei geplanten Selbstverbuchungsterminals wird es zudem möglich sein, Medien über von außen zugängliche Rückgabestationen auch abzugeben, wenn das Haus geschlossen ist. So sind die Leserinnen und Leser bei der Rückgabe nicht mehr an die Öffnungszeiten der Bibliothek gebunden sind. „Insgesamt wird den Besuchern ein besserer Service und gleichzeitig mehr Zeit für die Beratung geboten werden“, berichtet Schwier. Das Selbstverbuchungssystem beruht auf der RFID-Technik (Radio Frequency Identification), einem automatischen Identifikations- und Datenerfassungsverfahren auf Basis von Rundfunkfrequenzen.

Der Leiter der Bibliothek, Manfred Sawallich, sieht diesen technischen Fortschritt als längst überfällig an: Die Stadtbibliothek Aachen ist die letzte Bibliothek ihrer Größenordnung in Nordrhein-Westfalen, die sich der neuen Technologie anschließt. „Es handelt sich um ein zentrales Element moderner Entwicklung“, sagt Sawallich. Die Stadtteilbibliotheken im Depot in der Talstraße und in Haaren sowie der Bücherbus werden ebenfalls an das neue System angepasst werden. Besonderer Dank gelte dem Land, dass diesen Fortschritt mit einer Förderung über 523.530 Euro ermöglicht habe, betonten Schwier und Sawallich.

Ein weiteres Herzensanliegen des Bibliotheksleiters ist eine neue Anlage, die helfen soll, zurückgegebene Bücher schneller und einfacher zu sortieren. Zudem soll es einen neuen Kassenautomaten geben, an dem die Besucherinnen und Besucher ihre Gebühren eigenständig begleichen können. Dennoch soll die Servicetheke für Rückfragen weiterhin mit zwei bis drei Mitarbeitern besetzt sein.

Mehr von Aachener Zeitung