Aachen: Aachener Museumslandschaft stellt sich als Museumsdienst vor

Aachen : Aachener Museumslandschaft stellt sich als Museumsdienst vor

Die häuserübergreifende Zusammenarbeit der Aachener Museumslandschaft hat ab sofort einen neuen Namen: Was man bisher als die „Zentrale Kunst- und Kulturvermittlung der Route Charlemagne und der städtischen Museen“ kannte, ist nun der Museumsdienst Aachen.

„Wichtig für die Zukunft sind neue Programme zum Beispiel für Eltern mit Babys, neue Formate für Kitas und der Ausbau inklusiver Angebote für jedes Alter“, beschreibt Pia vom Dorp, Leiterin des Museumsdiensts, das neue Konzept. Man wolle insbesondere den Wünschen der Gäste entsprechen und neue Programmideen wie etwa Führungen mit kulinarischen Komponenten oder im Kostüm anbieten. Schließlich werden laut vom Dorp Museen zunehmend als Erlebnis- und soziale Orte wahrgenommen.

Mit dem neuen Namen „Museumsdienst Aachen“ soll die Museumslandschaft einen kurzen, knappen und besucherfreundlichen Titel erhalten. Für Irit Tirtey, kaufmännische Geschäftsführerin des städtischen Kulturbetriebs, ist der Museumsdienst ein weiteres wichtiges Standbein des Kulturbetriebs neben dem Veranstaltungsmanagement und der Raumvergabe für weitere Zielgruppen. Um diese Gruppen gezielt anzusprechen, geht ab Mitte Juli ein eigener Internetauftritt online.

Viele Bedürfnisse ansprechen

„Unsere Besucher haben ganz unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse. Hier sind immer wieder neue Ideen gefragt, um alle Altersgruppen für den Museumsbesuch zu interessieren“, betont Pia vom Dorp. Für die Dauer- und Wechselausstellungen im Centre Charlemagne, im Internationalen Zeitungsmuseum (IZM), im Grashaus, dem Couven Museum und im Suermondt-Ludwig-Museum (SLM) gibt es neben den öffentlichen Führungen spezielle Angebote für Privatgruppen, Kinder und Jugendliche, Senioren sowie Veranstaltungen zum Internationalen Museumstag oder Mottotage.

Einige neue Angebote kündigen vom Dorp und Tirtey bereits jetzt an: So organisiert der Museumsdienst zukünftig die Reihe Theater-Starter 2018/19 und ist zuständig für die Museen im Katalog der Bildungszugabe der Städteregion. Im Stadtmuseum Centre Charlemagne läuft von September 2018 bis Februar 2019 in Kooperation mit der Lebenshilfe Aachen das Pilotprojekt „Leichte Sprache im Museum von und für Menschen mit Behinderung“. Eine Broschüre in einfacher Sprache zur Dauerausstellung im Centre werde zurzeit vorbereitet.

Im September startet zudem das häuserübergreifende Angebot „Mit Baby ins Museum“ in Kooperation mit der Evangelischen Familienbildungsstätte Aachen. Weitere rund 20 Angebote für Kinder von drei bis zwölf Jahren in verschiedenen Altersgruppen sowie für Kinder und für geflüchtete Familien mit geringen Deutschkenntnissen seien im Rahmen der Kooperation bereits geplant.

Im Grashaus, der Station Europa der Route Charlemagne, gibt es den Workshop „Hallo Europa, hallo Demokratie!“ für Internationale Förderklassen der weiterführenden Schulen sowie den Workshop „Migration und Grenze“ für Erwachsene. Im Centre Charlemagne können Teilnehmer des Workshops „Hallo Aachen!“ zum Beispiel ein individuelles Aachen-T-Shirt kreieren. Und für die neue Wechselausstellung zur Karnevalshistorie ab 10. November 2018 wird es im Rahmen der „Aufsuchenden Angebote“, mit denen Kitas, Schulen oder Senioreneinrichtungen besucht werden, einen Karnevalskoffer geben.