Aachen: Aachener Kunstroute: Von Graffiti bis zum Kunst-Gottesdienst

Aachen: Aachener Kunstroute: Von Graffiti bis zum Kunst-Gottesdienst

Schon seit einigen Wochen sind sie überall in der Stadt zu sehen: Farbenfrohe Plakate, die auf einen kulturellen Höhepunkt in Aachen aufmerksam machen.

Zum 16. Mal öffnen am 28. und 29. September Galerien, Kunstvereine, Museen und Künstlervereinigungen ihre Türen und ermöglichen im Rahmen der „Aachener Kunstroute 2013“ einen umfassenden Überblick über die Aachener Kulturszene.

„Neben den vier Museen, die an diesem Wochenende mit freiem Eintritt locken und den Galerien, die mit neuen Programmen und Ausstellungseröffnungen glänzen, bietet die Aachener Kunstroute viele Stationen, die nur an diesem Wochenende besucht und erlebt werden können“, so Heinrich Hüsch, der maßgeblich für die Organisation des Präsentationsreigens verantwortlich zeichnet.

So stellt die Künstlergruppe „dreieck.triangle.driehoek“ in der Frankenburg aus. Die Steinmetz-Werkstatt „Abaton“ eröffnet eine temporäre Galerie in der Bismarckstraße, Misereor stellt in der Citykirche aus, und die Ateliergemeinschaft Halle 1 präsentiert neue Arbeiten in ihren sonst nicht zugänglichen Werkstätten.

„Das Besondere an der Aachener Kunstroute ist, dass die Besucher mit den ausstellenden Künstlern ins Gespräch kommen können“, sagt Olaf Müller, Leiter des Kulturbetriebs. Dieser Diskurs setze einen ästhetischen Prozess in Gang, der von einem unschätzbaren kulturellen und gesellschaftlichen Wert sei.

In diesem Jahr sind neun neue Stationen dabei: Von der freien Evangelischen Gemeinde, die einen „Kunst-Gottesdienst“ organisiert, über die Editionsgalerie „Lumas“ bis hin zur Neueröffnung der bisher in Herzogenrath ansässigen Galerie „Artco“ (siehe Grafik). „Die enge Zusammenarbeit der Museen, Galerien und Künstlervereinigungen ist ein Gewinn für alle Beteiligten“, so Hüsch.

Dreh- und Angelpunkt der 16. Aachener Kunstroute ist die Aula Carolina in der Pontstraße. Dort ist ein Infopoint aufgebaut, an dem sich die Besucher über alle ausstellenden Künstler und Stationen informieren können.

Des Weiteren wird das von der niederländischen Kulturberaterin Wanda Reiff präsentierte Künstlerduo „Koppig Limburg“ in der Aula Carolina unter den Blicken der Zuschauer die Köpfe von prominenten und weniger prominenten Aachenern zeichnen und in Ton modellieren.

Ein weiteres Highlight ist der Graffitikünstler „Lake 13“, der mit Jugendlichen und Sprayern die Wand eines Autohauses im Aachener Norden künstlerisch gestaltet.

Neben dem freien Eintritt gibt es für Besucher einen zusätzlichen Anreiz, möglichst viele Künstler zu besuchen. Beim Besuch von mindestens vier Stationen, können sie an der Verlosung eines Kunstwerks ihrer Wahl teilnehmen.

„In einer Zeit, in der in vielen Ländern im kulturellen Sektor gespart wird, wären wir froh, mit der ‚Aachener Kunstroute’ ein Projekt ins Leben gerufen zu haben, das auch langfristig existieren kann“, so Rick Takvorian vom Veranstaltungsmanagement des Kulturbetriebs.

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