Spannende Literatur : Es darf wieder gezittert werden

Wenn die nasskalte, dunkle Jahreszeit anbricht, dann wird in Aachen endlich wieder blutig gemordet und ermittelt, könnten Krimifans sagen – zum Glück aber nur literarisch. In diesem Jahr gehen die Aachener Krimitage vom 27. Oktober bis zum 23. November in die neunte Runde. Insgesamt 15 Veranstalter – darunter drei neue – sorgen für ein gleichermaßen schauriges wie humoriges Programm.

„Das Heft ist in diesem Jahr dicker“, sagt Barbara Hoppe-Vennen vom „Arbeitskreis Aachener Krimitage“ und streckt das blutverzierte Programmheft in die Höhe. 25 Veranstaltungen umfassen die Krimitage diesmal – sechs mehr als im Vorjahr. Dabei handelt es sich nicht nur um klassische Autorenlesungen, vielmehr werden alle Facetten des Krimis bedient: Darunter Theater, Film und Musik.

Zum Start am Sonntag, 27. Oktober, gibt es einen „Super-Super-Kracher“ im Franz, erklärt Hoppe-Vennen. Joe Bausch liest aus seinem Buch „Gangsterblues“, in dem der Rechtsmediziner des Kölner Tatorts aus dem Knast-Alltag erzählt – von Serienmördern und Vergewaltigern. Die Geschichten gehen nicht nur unter die Haut, sie sind auch wahr. Denn Bausch ist nicht nur im Fernsehen ein Mediziner.

Ob Gerichtssaal, Zeitungsmuseum, Carolus Thermen oder die Kantine des neuen Polizeipräsidiums – viele Autoren lesen ihre Krimis an besonderen Orten vor. Auch Peter Backe zieht es mit seinem Buch „Aixitus“ am Mittwoch, 13. November, in eine spezielle Räumlichkeit: Eine Anwaltskanzlei. „Das ist ein Ort, den man normalerweise nicht besuchen will“, erklärt Dr. Walter Vennen vom „Arbeitskreis Aachener Krimitage“.

Neben der Suche nach ungewöhnlichen Spielorten legen die Organisatoren großen Wert auf eine hohe Qualität der Autoren. Die Autoren Edgar Rai und Friedrich Ani, Profiler Axel Petermann und der als „coolste Kommissar“ ausgezeichnete Roland Jankowsky sind nur einige Personen, die bei den diesjährigen Aachener Krimitagen mitwirken. Elke Pistor fasziniert derweil an zwei Tagen mit ihrem Weihnachtskrimi „Lasst und tot und munter sein“. Dabei wird nicht nur gelesen – auch gesungen. „Es wird außergewöhnlich“, versichert Marcel Emonds-pool von „Das Buch in Eilendorf“. Und passt daher zu den Aachener Krimitagen wie der Fingerabdruck zum Täter.

Das komplette Programm der Aachener Krimitage gibt es im Internet unter www.aachener-krimitage.de.

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