Aachener Kleingartenwettbewerb

Jury nimmt Gärten unter die Lupe : Persönlicher Beitrag zum Naturschutz

Drei Tage lang war eine fachkundige Jury über viele Kilometer unterwegs, bewaffnet mit dicken Ordnern, gespickt voller Kriterien, die es zu beachten gilt, um die schönste Kleingartenanlage Aachens küren zu können.

Schwerstarbeit für Gaby Babendreyer (Fachberaterin des Stadtverbandes), Marianne Genenger-Hein (freie Landschaftsarchitektin) und Franz-Josef Gatzen (Immobilienmanagement der Stadt Aachen). Von ihrer Auswertung wird es abhängen, wer am 26. Oktober im Krönungssaal des Rathauses den 57. Wanderpreises in Empfang nehmen kann. In der schönen Anlage des Familiengarten-Vereins der Dauerkolonie Aachen-Hanbruch an der Hanbrucherstraße fiel der Startschuss zum diesjährigen Wettbewerb, veranstaltet vom Stadtverband Aachen der Familienkleingärtner. „Die Verschönerung einer Gartenanlage kann man nur durch eine gute Zusammenarbeit der Mitglieder erreichen“, so Vorsitzender Jochen Reski, denn jeder Einzelne sei mit verantwortlich, bringe sich mit seiner Kraft und seinem Wissen darin ein. Die Eröffnung finde in diesem Jahr in der schönen Anlage des Vorjahressiegers Hanbruch statt, die 2018 durch Kinderfreundlichkeit und vielen Aktivitäten mit Kindern auf sich aufmerksam gemacht habe und verdient den begehrten Wanderpreis verliehen bekommen habe. Reski stellte die Jury vor, die in diesem Jahr 34 Gartenanlagen zu begutachten habe.

Den offiziellen Startschuss zum 56. Wettbewerb um den „Wanderpreis der Stadt Aachen“, gab Bürgermeister Norbert Plum. Die Besitzer der 34 Gartenanlagen stellen sich in den verschiedenen Kategorien dem fachlichen Votum der Jury. „Das ist bemerkenswert, denn es bedeutet sehr viel Arbeit, Anstrengung und Pflege, seinen Garten in die Form zu bringen, dass man damit Preise gewinnen und auf den vorderen Plätzen landen kann“, so Plum. Auch die Aufgabe der Jury, die nicht weniger als 50 Kilometer Fußweg zurücklegen müsse, sei keine geringere.

Die Stadt schätze sich froh, dass Kleingärtner auf verschiedenen Feldern wichtige Aufgaben übernähmen und die Stadtgesellschaft dadurch stabilisieren. „Hervorheben möchte ich in diesem Jahr besonders den Schutz unserer Umwelt und ihrer Lebewesen“, sagte Norbert Plum. Die verschiedenen Initiativen der jüngsten Vergangenheit zum Schutz von Bienen, Insekten und der Ausweitung von Blühstreifen hätten gezeigt, dass Umwelt- und Artenschutz wieder „in der Mitte der Gesellschaft“ angekommen seien. Kleingärten seien auch Orte der Integration, sie erfüllten somit auch eine wichtige Funktion. Im Kleingarten könnten auch Kinder wichtige erste Naturerfahrungen machen.

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