Aachener Ausstellung „Handwerk Kunst Design“

Kunst und Kultur in der Frankenburg : Von gewaltigen und ganz edlen Steinen

45 kulturelle oder künstlerische Veranstaltungen stemmen die Frankenbürger jedes Jahr, monatlich sind das fünf bis sechs Termine, an denen die Vereinsabteilung „Kunst und Kultur“ das grüne Tor der Frankenberger Burg aufsperrt. Längst etabliert hat sich die Ausstellung „Handwerk Kunst Design“ in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks (ADK) Niederrhein im Eventkalender der Burg.

„Wir wollen Künstlern, Handwerkern und Designern aus dem Viertel, der Stadt und der Region eine Plattform bieten, damit ihre qualitativ hochwertigen Unikate eine wertschätzende Käuferschaft finden“, erklärte Inge Klusemann von den Frankenbürgern. Das hat bisher immer gut funktioniert. „Die Ausstellung ist bei den Künstlern sehr beliebt und von Anfang an kamen viele Leute“, weiß Franz-Peter Beckers, der ebenfalls bei „Kunst und Kultur“ ehrenamtlich mitarbeitet. „Manche besuchen die Ausstellung sogar an mehreren Tagen, weil ein besonders schönes Stück zunächst den Geldbeutel zu übersteigen scheint, schließlich aber doch gekauft werden will.“

Da die Frankenbürger keinen Eintritt verlangen, ist ein mehrmaliges Schauen sogar kostenfrei. „Außerdem organisieren wir immer mit rund zehn Ehrenamtlichen pro Tag ein Café, in dem sich die Besucher zwischendurch stärken können“, kennt Frankenbürgerin Sheri Schreuer ein weiteres gutes Argument für einen Abstecher in die Burg.

Das Angebot von „Handwerk Kunst Design“ ist denkbar breit: Im Hof wird zum Beispiel ein Steinmetz seine Einzelstücke ausbreiten, ein Drechsler stellt eine kleine Schauwerkstatt auf, auf den knarzenden Holzdielen im Inneren der Burg finden sich Tische mit ausgefallenem Schmuck, Kleiderständer mit individueller Mode von Kopf bis Fuß sowie ideenreiche Möbelstücke und Taschen. Männer wie Frauen sollten hier fündig werden, ist sich Monika Bergrath sicher.

Sie engagiert sich bei den Frankenbürgern, ist aber auch Schmuckdesignerin und Ausstellerin und in beiden Funktionen Schnittstelle zu den Kunsthandwerkern. Ihr guter Draht zur Akademie für Handwerksdesign „Gut Rosenberg“ sowie zur ADK Niederrhein sorgt für immer wieder neue Anbieter. „In diesem Jahr ist zum Beispiel eine Fotografin erstmals dabei.“ So verschieden ihre Design-Ideen sind, eins liege allen Ausstellern am Herzen: „Individuelle Produkte von der Idee bis zur Herstellung aus einer Hand und anschließend regional vermarktet, die selbstverständlich europäischen Umwelt- und Sozialstandards entsprechen“, so Bergrath. „Von uns produziert niemand in China.“

Weitere Informationen unter www.burgfrankenberg.de

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