Aachen: Aachen wird „effizient mobil”

Aachen: Aachen wird „effizient mobil”

Das Bundesumweltministerium hat Aachen in das bundesweite Aktionsprogramm „effizient-mobil” aufgenommen.

Damit sollen Maßnahmen gefördert werden, die zum Ziel haben, Mobilität umweltgerechter zu gestalten. Pkw-Alleinfahrten sollen vermieden, die Nutzung von Bus, Bahn oder Fahrrad erleichtert werden. „Mobilität muss nachhaltiger werden. Mit den richtigen Anreizen können wir noch viel mehr Menschen zum Umsteigen bewegen, so Astrid Klug, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium.

Täglich kommen 90.000 Menschen zum Arbeiten oder Studieren nach Aachen, 30.000 verlassen die Kaiserstadt auf dem Weg zu ihrem Job ins Umland.

Hinzu kommen 120.000 Menschen, die berufs- oder ausbildungsbedingt innerhalb der Stadtgrenze unterwegs sind. 1,4 Milliarden Kilometer werden in Aachen jedes Jahr zurückgelegt, davon 1,2 Milliarden mit dem Pkw, 200 Millionen mit dem Lkw. Für die Luft in Aachen bedeutet dies eine erhebliche Belastung. Die EU-Grenzwerte wurden bereits mehrfach überschritten. Die Bezirksregierung Köln hat daher in Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen einen „Luftreinhalteplan” aufgestellt, der am 1. Januar in Kraft getreten ist (siehe www.mitmachen-durchatmen.de).

Durch das Aktionsprogramm „effizient-mobil” der Deutschen Energieagentur (dena) werden in 15 Modellregionen in Deutschland Mobilitätsmanagement-Maßnahmen gefördert, die das Ziel haben, verschiedene Fortbewegungsmittel wie Bus und Bahn, Pkw, Fahrgemeinschaften, Car-Sharing, Radfahren und zu Fuß gehen umweltfreundlicher und kostengünstiger miteinander zu vernetzen. Die Stadt Aachen hat bereits vieles auf den Weg gebracht: Der Aachener Verkehrsverbund (AVV) bietet ein Job-Ticket an, Car-Sharing wird durch die Bereitstellung von Parkraum gefördert, das Radwegenetz kontinuierlich ausgebaut.

Als Belohung für seine bisherigen Leistungen erhält die Stadt Aachen jetzt Fördermittel. Für ein Jahr konnte die Stelle eines „Mobilitätsmanagers” im Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen geschaffen werden. Betriebe und Organisationen, die das Thema neu aufgreifen wollen, können sich für eine kostenlose Erstberatung bewerben. Ansätze, die einen nachweisbaren Klimaschutzbeitrag leisten, können anschließend Fördergelder für die Umsetzung erhalten. Bereits laufende Projekte können bis 31. Mai für einen bundesweiten Wettbewerb eingereicht werden.

Die Stadt Aachen wird am 18. Juni zu einer großen Auftaktveranstaltung einladen, um über sinnvolle regionale Mobilitätsmanagement-Schwerpunkte zu beraten: „Mitmachen-Durchatmen” gilt dann für die gesamte Region.

Weitere Informationen unter Interessierte können sich zudem direkt an den Aachener „Mobilitätsmanager” wenden: Dipl.-Ing. Armin Langweg, Mo - Mi, Tel. 4460 - 131 (IHK Aachen), Mi - Fr, Tel. 432- 6176 (Stadt Aachen), armin.langweg@mail.aachen.de

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