Aachen: Wettersäule am Hauptbahnhof saniert

Am Aachener Hauptbahnhof : Die Wettersäule leuchtet wieder

Gut zwei Monate lang war sie außer Betrieb, nun leuchtet die Wettersäule am Hauptbahnhof wieder weithin sichtbar. 180 Leuchtstoffröhren wurden farbecht ersetzt.

Nach gut zwei Monaten Pause ist die Wettersäule am Hauptbahnhof wieder in Betrieb und kündigt das Wetter für den nächsten Tag an. „Wir freuen uns, dass die Wettersäule pünktlich zu ihrem 60. Geburtstag in neuem Licht erstrahlt“, sagt Gerhard Klöfkorn, Beleuchtungsexperte des Stawag-Tochterunternehmens Regionetz. „Die Reparaturarbeiten an unserem Aachener Wahrzeichen waren nicht so einfach. Schließlich haben wir eine Lösung gefunden, um die 180 Leuchtstoffröhren farbecht zu ersetzen. Hierzu setzen wir weiterhin Neonröhren ein.“ Bei einer Begehung war festgestellt worden, dass die Anlage sanierungsbedürftig war und etliche Leuchtröhren nicht mehr funktionierten.

Seit 1958 Jahren zeigt die in Deutschland einzigartige Wettersäule den Aachenern zuverlässig das Wetter an. „Am liebsten ist uns die blaue Einfärbung der Kugel“, erläutert Klöfkorn. „Denn Blau steht für ein heiteres und trockenes Wetter. Gelb zeigt einen bedeckten Himmel an. Weiß bedeutet dagegen: Öcher Regen – warm oder kalt.“ Steigt das Licht am Schaft an, steigen die Temperaturen, fällt es, sinken die Temperaturen. Blinkendes Licht steht für ein unbeständiges Wetter.

1977 hatte die Stawag den stählernen Wetterfrosch von der Stadt Aachen übernommen und seitdem regelmäßig gewartet und saniert. Die letzte große Instandhaltung fand 1983 statt. Die Säule auf dem städtischen Verwaltungsgebäude am Hauptbahnhof wird von der Netzleitstelle des Energieversorgers gesteuert, die dazu Daten vom Deutschen Wetterdienst in Essen erhält. Rund 1000 Kilowattstunden Strom verbraucht das Leuchtobjekt nach Angaben der Stawag jährlich, das entspricht einem Drittel des Jahresverbrauchs einer vierköpfigen Familie.

Pascal Vandervelt und Gerhard Klöfkorn, Beleuchtungsexperten der Stawag-Tochter Regionetz, freuen sich über die Inbetriebnahme der Wettersäule. Foto: Stawag/Andreas Steindl
(red)
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